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in eine wilde und offene Gegend, die immer rauher wurde, je wei-ter wir reisten. Uebergroße, öde Haiden breiteten sich rund umheraus, bald eben fortlaufend und von Sümpfen unterbrochen, dieein verrätherisches Grün bedeckte, oder mit dunklem Rasen bewach-sen, bald zu gewaltigen Anhöhen emporsteigend, denen die Würdeund Gestalt der Gebirge fehlten, während sie dem Wanderer nochbeschwerlicher waren. Weder Baum noch Busch gewährten demAuge Ersah für die einförmige braune Decke eines unfruchtbarenBodens. Das Haidekraut selbst war von jener unvollkommenenArt, die wenig oder keine Blüthe trägt und die, so weit meineBeobachtungen reichen, das armseligste und rauhste Gewand dar-bietet, mit dem die Mutter Erde je bekleidet wurde. Wir sahenkein lebendiges Geschöpf, als zuweilen einige umherirrende Schaafevon seltsam verschiedenartiger Farbe, als schwarz, bläulich undorange. Die dunkle Farbe war jedoch an Köpfen und Beinen vor-herrschend. Selbst die Bögel schienen diese Wüste zu vermeiden,und das war kein Wunder, da sie ein so leichtes Mittel besaßen,ihr zu entfliehen; wenigstens hörte ich nur den eintönigen, klagen-den Ton des Kiebitzes und des Brachvogels.
Bei unsrem Mittagsessen aber, das wir um die Mittagsstundein dem armseligsten Bierhause zu uns nahmen, fanden wir glück-licherweise, daß jene lästigen Schreier nicht die einzigen Bewohnerder Sümpfe waren. Die Wirthin setzte uns den Ertrag der Jagdihres Mannes in der Gestalt von einigem Moorwild vor, wozunoch Schaafkäse, geräucherter Lachs und Haferbrod kamen, Alles,was das Haus vermochte. Ein sehr mittelmäßiges Bier und einGlas vortrefflichen Branntweins krönte unser Mahl, und da wäh-rend dieser Zeit unsere Pferde ihr Futter gefressen hatten, setztenwir unsere Reise mit gestärkten Kräften fort.
Ich bedurfte all der Stärkung, welche eine gute Mahlzeit zugeben vermag, um einer Niedergeschlagenheit zu widerstehen, die