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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
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aber so nahe vor sichs sah und vermuthlich auf meinem Gesichte denAusdruck des Unwillens las, der in meiner Brust glühte, war erdennoch sichtlich bestürzt über die plötzliche drohende Erscheinung.

Gut, daß ich Euch treffe, Sir," hob ich an;ich wollteeben eine lange, ungewisse Reise beginnen, um Euch aufzusuchen."

Ihr kennt den also wenig, welchen Ihr sucht," erwiderteRashleigh mit seiner gewöhnlichen unerschütterlichen Fassung.Meinen Freunden wird cs leicht, mich zu finden; leichter noch mei-nen Feinden. Euer Betragen nöthigt mich, Euch zu fragen, un-ter welche Classe ich Frank Osbaldistone rechnen soll?"

Unter Eure Feinde," antwortete ich,unter Eure Tod-feinde, wenn Ihr nicht sogleich gegen Euer» Wohlthäter, meinenVater, gerecht werdet und vonseinem Eigenthum Rechenschaft gebt."

Und wem, Mr. Osbaldistone, muß ich, ein Mitglied vonEures Vaters Handelshause, über mein Verfahren in Angelegen-heiten, die in jeder Hinsicht meine eigenen geworden sind, Rechen-schaftablegen? Doch gewiß nicht einem jungen Manne, der so vielGeschmack an der Literatur findet, daß ihm solche Erörterungen nurwidrig und unverständlich sein würden!"

Euer Spott, Sir, ist keine Antwort; ich will Euch nichtverlassen, bis ich volle Auskunft über den Betrug habe, auf denIhr sinnt. Ihr müßt mit mir zu irgend einer richterlichen Persongehen."

Es sei," sagte Rashleigh, und that einige Schritte, als ober mich begleiten wollte, dann aber blieb er stehen und fuhr fort:Wäre ich geneigt, zu rhun was Ihr verlangt, so würdet Ihr baldempfinden, wer von uns Beiden am meisten Ursache hat, einenRichter zu scheuen. Aber ich hege keinen Wunsch, Euer Schicksalzu beschleunigen. Geht, junger Man», vergnügt Euch in EurerWelt dichterischer Einbildungen, und überlaßt die Geschäfte des Le-bens Denen, die sic verstehen und zu führen wissen."