41
ihn zuweilen so zu tragen, daß er einen Theil des Gesichts verhüllte.Indem ich diese Sitte nachahmte, konnte ich, von der Hecke ge-schirmt, an meinem Wetter vorübergehen, unbemerkt von ihm undden Andern; oder höchstens hielten sie mich für einen Fremden. Icherschrak nicht wenig, als ich in Rashleigh's Begleiter denselbenMorris erkannte, der mich angeklagt hatte, und den KaufmannMac-Vittie, dessen trotziges und strenges Aeußere mir am vorigenLage so abstoßend erschienen war.
Ein Verein von schlimmerer Vorbedeutung hätte sich wohlschwerlich für meine und meines Vaters Angelegenheiten bilden las-sen können. Ich gedachte der falschen Anklage, die Morris gegenmich erhoben hatte und zu deren Erneuerung er sich wohl eben soleicht verleiten lassen konnte, als er sie aus Furcht zu widerrufenvermocht worden war; ich dachte an den unglücklichen Einfluß,den Mac-Vitrie auf meines Vaters Geschäfte übte, wie OwensVerhaftung bezeugte, und ich sah nun diese beiden Männer mit ei-nem Dritten vereint, dessen Fähigkeit zum Unheilstiften ich fürwenig»geringer hielt, als die des Urhebers alles Bösen, und gegenwelchen mein Abscheu fast bis zum Entsetzen stieg.
Als sie einige Schritte an mir vorüber waren, kehrte ich umund folgte ihnen unbemerkt nach. Am Ende des Ganges trenntensie sich; Morris und Mac-Vittie verließen den Garten und Rash-leigh kam allein den Gang zurück. Ich war jetzt entschlossen, ihmentgegen zu treten und Ersatz für das Unrecht zu fordern, das ermeinem Vater zugefügt hatte, obwohl ich noch nicht wußte, aufwelche Weise Vergütung möglich war. Dies überließ ich indeß demZufall, und, den Mantel zurückschlagend, trat ich durch eine Oeff-nung der niedrigen Hecke und zeigte mich Rashleigh, der im tiefenNachdenken den Gang herab kam.
Rashleigh war nicht der Mann, der sich durch plötzliche Vor-fälle überraschen oder aus der Fassung bringen ließ. Als er mich