Druckschrift 
2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
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Ohne die Antwort abzuwarten, sprang Campbell aufdie an-dere Seite der Straße, und verschwand in der Dunkelheit. Gleichdaraus hörten wir leise auf eine besondere Art pfeifen, was sogleicherwidert wurde.

Da hört Ihr die hochländischen Teufel!" rief Jarvie.Siemeinen, sie wären bereits am Fuße des Benlomond, wo sie singenund pfeifen können, ohne sich um den Sonntag oder Samstag zukümmern." Indem er so sprach, siel etwas mit großem Gerasselvor uns aufdie Straße nieder.Gott steh'uns bei! Was istdas? Mathilde, leuchte her! Meiner Treu'! Wenn's nicht dieSchlüssel sind. Run, das ist eben so gut; sie kosten der StadtGeld, und es würde einiges Gerede über ihren Verlust gegeben ha-ben. O, wenn Mancher etwas von dem Streiche dieser Nachterführe, so könnte ich mir wohl ein graues Haar darüber wachsenlassen!"

Da wir nur erst wenige Schritte von dem Gefängnisse entferntwaren, so trugen wir die Schlüssel zurück, und übergaben sie demOberaufseher, der im Vorhause Wache hielt, bis der Beistand an-kam, den er verlangt hatte, um den entflohenen Dougal zu ver-folgen.

Nach Erledigung dieser Pflicht gegen die Stadt, und da ichdieselbe Richtung mit dem redlichen Beamten zu gehen hatte, be-nutzte ich dessen Laterne und er meinen Arm, um uns durch dieStraßen zu finden, die, wenigstens damals, dunkel, uneben undschlecht gepflastert waren. Das Alter ist leicht durch die Aufmerk-samkeit der Jugend versöhnt. Jarvie äußerte Lheilnahme fürmich, und setzte hinzu: Da ich nicht zu dem Schauspielervolkc ge-höre, das seine Seele Haffe, so werde er sich freuen, wenn ich gerö-steten Kabeljau oder einen neuen Hering mit ihm zum Frühstückeessen, und mit meinem Freunde Owen, den er bis zu dieser Zeit inFreiheit setzen würde, bei ihm zusammentrcffen wollte.