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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
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zig strenge, daß ich seiner Behauptung nicht ganz mißtrauen konnte,und meine Verhaftung würde unter den gegenwärtigen Umständenden Angelegenheiten meines Vaters den Todesstoß gegeben haben.In dieser Bedrängniß fragte ich Owen, ob er sich nicht auch an mei-nes Vaters andern Handclsfreund, Nicol Jarvie, gewendet hätte?

Er hätte ihm heute Morgen einen Brief geschickt, erwiderteOwen; aber wenn das glattzüngige Haus in Gallowgate ihn so be-handelt hätte, was ließe sich dann von dem mürrischen Grobian aufdem Salzmarkte erwarten?Ihr könntet eben so leicht," sagteOwen,von einem Mäkler verlangen, daß er seine Procente auf-gäbe, als von ihm eine Gefälligkeit erwarten, ohne das per c»»tr».Selbst den Brief hat er nicht beantwortet, der ihm doch übergebenwurde, als er früh in die Kirche ging." Und hier warf sich dertrostlose Mann auf sein Strohlager und ries:Mein armer, lieberHerr! O Frank, Frank, das kommt Alles! von Eurer Hart-näckigkeit her! Gott verzeih' mir, daß ich Euch das in Eurer Be-drängniß sage! Es ist Gottes Schickung, und der muß der Menschsich unterwerfen."

Meine Philosophie, Tresham, konnte mich nicht abhalten,den Kummer des armen Mannes zu thcilen, und wir vereinigtenunsere Lhränen, die auf meiner Seite um so bitterer waren, damein Gewissen mir meine störrige Widersetzlichkeit gegen meinesVaters Willen, über die mir der gute Owen keine Vorwürfe ma-chen wollte, als die Ursache aller dieser Drangsale zeigte.

Mitten in unserm gemeinschaftlichen Kummer wurden wirplötzlich durch ein lautes Pochen am äußern Thore des Gefängnissesgestört. Ich lief hinaus an die Treppe, um zu horchen, konnteaber nur die Stimme des Schließers vernehmen, der abwechselndmit lautem Tone zu Jemand außer dem Gebäude, und leise mitdem Manne sprach, der mich hierher geführt hatte.Er kommt!er kommt!" sagte er laut; dann mit gedämpfter Stimme:O