Druckschrift 
2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
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für sein Haus, ungerecht gegen die andern Gläubiger, und sehrundankbar von Seiten derjenigen, welche sic machten.

Die schottischen Compagnons gewannen durch diesen Streit,was für Personen, welche Unrecht haben, sehr angenehm ist, näm-lich Gelegenheit, heftig zu werden, und unter dem Vorwände, daßman sic gereizt habe, Maßregeln zu ergreifen, von welchen sie sonst,wo nicht Gewissenhaftigkeit, doch Sinn für Anstand, abgchaltcn ha-ben würde.

Owen hatte, wie es, glaubeich, üblich ist, einen kleiner, An-theil an dem Geschäfte des Hauses, dessen erster Buchhalter er war,und war daher für die Verbindlichkeiten desselben persönlich ver-pflichtet. Die schottischen Handelsherren wußte» dies, und umihn ihre Macht fühlen zu lassen, oder vielmehr, um ihn dadurchzu den für sie vortheilhaften Maßregeln zu drängen, ließen sie ihneinstweilen verhaften, was die schottischen Gesetze dem Gläubigergestatten, der einen Eid ablegt, daß der Schuldner darauf denke,das Land zu verlassen. Kraft einer solchen Gcwährschaft war derarme Owen, einen Lag früher, als ich so wunderbar in sein Gcsäng-niß geführt wurde, in Verhaft gekommen.

So von den beunruhigenden Umrissen der Sachlage unterrich-tet, blieb mir die Frage übrig, was nun zu thun sei? Und daswar nicht leicht zu entscheiden. Ich sah deutlich die Gefahren, mitdenen wir umringt waren, aber desto schwerer war es, Hülfsmittelzu finden. Die Warnung, die ich erhalten hatte, schien anzudeu-ten, daß meine persönliche Freiheit gefährdet werden könnte, wennich offen für Owen auftreten wollte. Owen hegte dieselbe Besorg-niß und versicherte mir in der Ucbcrtreibung seines Schreckens, daßein Schotte, che er in Gefahr käme, einen Pence durch einen Eng-länder zu verlieren, Recht finden würde, um dessen Weib, Kinder,Knechte, Mägde und Freunde in seinem Hause zu verhaften. DieGesetze gegen Schuldner sind in den meisten Ländern so unbarmher-