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2 (1851) Robin der Rothe
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Wie?/, sprach er,gegen einen Wehrlosen und EurenFreund?"

Ich weiß noch nicht, ob Ihr das Eine oder das Andere seid,und, aufrichtig gesprochen, Eure Reden und Euer Betragen berech-tigen mich wohl, an Beidem zu zweifeln."

Das ist mannhaft geredet," erwiderte mein Führer,undich achte den Mann, dessen Arm seinem Kopfe bcistchcn kann.Ich will frank und frei mir Euch sprechen: Ich führe Euch in'sGefängniß."

In's Gefängniß?" rief ich.Und aufwessen Befehl, oderfür welches Vergehen? Mein Leben eher, als meine Freiheit!Ich biete Euch Trotz, und werde Euch nicht einen Schritt weiterfolgen."

Nicht als einen Gefangenen führe ich Euch dahin. Ich bin,"setzte er, stolz sich erhebend, hinzu, weder ein Gerichtsbote, nochein Häscher; ich führe Euch zu einem Gefangenen, von dessen Lip-pen Ihr hören sollt, was Ihr hier zu fürchten habt. Eure Frei-heit ist bei diesem Besuche wenig gefährdet; die meinige ist in Ge-fahr; allein ich gehe ihr mehr um Euretwillen bereitwillig entge-gen; denn ich scheue keine Wagniß, und liebe ein offenes, jungesBlut, das keinen Beschützer kennt, als seinen Degen."

Während er dies sprach, hatten wir die Hauptstraße erreicht,und blieben vor einem großen steinernen Gebäude stehen, dessenFenster, wie ich bemerken zu können glaubte, mit Eisen vergittertwaren.

Viel würden die Gerichtsherren von Glasgow darum geben,"sagte der Fremde, dessen Aussprache breiter und nationaler wurde,indem er den Ton vertraulicher Unterredung annahm,wenn sie

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