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fürchtet nichts, sagt Ihr, aber wenn Euch bekannt wäre, wer anEurer Seite geht, so würdet Ihr vielleicht doch erschrecken."
„ Und warum sollte ich?" war meine Antwort. Noch einmal,ich fürchte nichts, was Ihr thun könnt."
„Nichts, was ich thun kann? — Mag sein! Aber fürchtet Ihrnicht die Folgen, wenn man Euch bei einem Manne fände, dessenNamen man in diesen einsamen Straßen nur zu nennen brauchte,um zu bewirken, daß selbst die Steine aufständen, ihn zu ergreifen— auf dessen Kopf die Hälfte der Einwohner von Glasgow ihrGlück gründen würden, wenn cs ihnen gelänge, ihn beim Kragenzu fassen — dessen Verhaftung eine so willkommene Botschaft inEdinburgh wäre, wie je die Nachricht von einer gewonnenenSchlacht in Flandern? "
„Und wer seid Ihr denn, dessen Name ein so gewaltiges Ent-setzen erregen sollte?"
„Keiner von Euren Feinden, da ich Euch an einen Ort führe,wo ein Eisen an's Bein und ein Strick um den Hals gar bald meinSchicksal wäre, wenn man mich selbst erkennte."
Ich blieb stehen, und zog mich so weit zurück, daß ich meinenBegleiter so genau beobachten konnte, als es die Beleuchtung ge-stattete, was hinreichte, mich gegen einen plötzlichen Angriff zuschützen. „Ihr habt entweder zu viel, oder zu wenig gesagt," ^antwortete ich. „Au viel, als daß ich Euch blos als einem Fremdenvertrauen könnte, da Ihr Euch selbst einen Mann nennt, der denGesetzen dieses Landes verfallen ist — und zu wenig, wenn Ihr mirnicht zeigen könnt, daß die Strenge derselben Euch mit Unrecht ver-folgt."
Als ich schwieg, trat er einen Schritt auf mich zu. Unwill-kührlich wich ich zurück, und legte die Hand an den Degen.