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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
274
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den da drinnen mit eisernen Strumpfbändern sitzen hätten, derjetzt so frei, wie ein Hirsch hier aufseinen Beinen steht. Aber es sollt'ihnen auch wenig helfen ; denn wenn sie ihn dort mit einem SteinEisen an jedem Fußknöchel hätten, so sollten sie doch eine leereKammer, und den Bewohner entflohen finden, ehe der Morgenkäme. Doch kommt; was zögert Ihr?"

Mit diesen Worten klopfte er an ein niedriges Pförtchen, undihm antwortete eine scharfe Stimme, wie wenn Jemand aus demSchlafe oder aus einem Traume erwacht!Was ist's? Wer istda? Und was wollt Ihr in dieser Stunde der Nacht? Ganzgegen alle Regel alle Regel, wie sie's nennen!"

Der gedehnte Ton, mit welchem die letzten Worte gesprochenwurden, vcrricth, daß der Sprecher sich wieder zum Schlafenniedergelegt hatte. Aber mein Führer sprach mit vernehmlichenFlüstern:Ilonxal, Mann! habt Ihr vergessen tta »nn tire-

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Wartet, wartet!" war die schnelle und bereitwillige Ant-wort, und ich hörte, wie der Wächter sich drinnen munter regte.Mein Führer und er wechselten noch einige Worte in einer Sprache,die mir durchaus fremd war. Die Riegel wurden wcggeschobcn,doch mit einer Vorsicht, welche die Furcht verricth, daß man dasGeräusch hören möchte, und wir standen im Vorplatze des Gefäng-nisses, einer kleinen, aber fest verwahrten Wachstube. Eineenge Treppe führte in das obere Stockwerk, und einige niedrigeEingänge leiteten zu stark verschlossenen und verriegelten Ge-mächern in derselben Reihe. Die nackten Wände waren mit Fesselnund Werkzeugen zu noch grausameren Zwecken behängen, zwischenwelchen ich Hellebarden, Flinten und Pistolen von alterthüm-licher Arbeit, und andere Waffen zu Angriff und Vertheidigungbemerkte.