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sagen, daß wir vor Ende des Gottesdienstes nicht hinausgehcnkönnten, weil die Thüren verschlossen würden, sobald das Gebetanfinge. Nachdem er mir dies kurz und mürrisch zugeslüstert hatte,richtete er seine Aufmerksamkeit mit dem Ausdrucke von Verstän-digkeit und Urtheilsfähigkeit wieder aus den Vortrag des Priesters.
Indem ich mich bemühte, aus der Noth eine Lugend zu ma-chen und wieder auf die Predigt zu achten suchte, wurde ich durcheine neue, seltsame Störung unterbrochen. Eine Stimme hintermir flüsterte mir deutlich in das Ohr: „Ihr seid in dieser Stadt inGefahr." — Unwillkührlich drehte ich mich rasch um.
Neben und hinter mir standen ein Paar steife, schlichte Hand-werker, die, eben so wie wir, zu spät gekommen waren. Ein Blickauf ihre Gesichter überzeugte mich, obwohl ich kaum zu sagenwußte, wodurch, daß keiner von ihnen zu mir gesprochen hatte.Mit ruhiger Aufmerksamkeitchörten sie der Predigt zu, und keinererwiderte meinen forschenden Blick. Ei» stark.r runder Pfeiler,dicht hinter uns, konnte den Sprecher sogleich nach der gchcimniß-vollen Warnung verborgen haben; aber warum sie an einem solchenOrte gegeben wurde, oder auf welche Gefahr sie hindcutete undwer sie aussprach, das waren Fragen, worüber ich mich in Ver-muthungen erschöpfte. Ich erwartete indeß eine Wiederholung derWarnung, und wollte meine Blicke auf den Prediger richten, da-mit der Warner, in der Meinung, seine erste Mittheilung sei über-hörtworden, versucht werden möchte, sie zu wiederholen.
Mein Plan gelang. Kaum hatte ich meine Augen dem Red-ner fünf Minuten zugewendet, als dieselbe Stimme flüsterte:„Hört mich, aber seht Euch nicht um." — Ich hielt meinen Kopfin derselben Richtung. — „Ihr seid in Gefahr in dieser Stadt,und ich bin es auch. Sucht mich auf der Brücke heute Nacht mitdem Schlage Zwölf. Bleibt zu Hause, bis es dunkel wird, undvermeidet Beobachter."