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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
259
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dm ich sic richtete, und unvermerkt zogen mich die Entdeckungen,die ich machen konnte, mehr an, als die sinnreiche» Spitzfindigkei-ten des Predigers.

Mein Vater hatte mich oft wegen der veränderlichen Stim-mung des Gemüths gescholten, die vielleicht aus einer Reizbarkeitder Einbildungskraft entstand, welche ihm fremd war; und da ichmich in diesem Augenblicke gleichfalls zu Zerstreuungen verlocktfühlte, erinnerte ich mich der Zeit, wo ich an seiner Hand zu Mr.Spowcr's Kapelle ging und seine ernsten Ermahnungen hörte.Diese Gedanken vernichteten meine Aufmerksamkeit vollends, dasie mir die Gefahr seiner jetzigen Lage ins Gedächtniß riefen. Ichbat Andrew mit dem leisesten Flüstern, sich zu erkundigen, ob Je-mand aus dem Hause Mac-Vittie gegenwärtig sei. In tiefer Auf-merksamkeit auf die Predigt, antwortete mir Andrew nur mit der-ben Ellenbogenstößen, als Zeichen, still zu sein. Mit eben soschlechtem Erfolge strengte ich meine Augen an, ob ich unter derMenge von Gesichtern, die sich nach der Kanzel richteten, Owen'sehrbare, bedächtige Züge entdecken könnte. Allein weder unterden breiten Filzhüten der Bürger von Glasgow, noch unter denbreitrandiger» Niederlandsmützen der Bauern von Lanarkshirekonnte ich etwas entdecken, das der bescheidenen Perücke, den stei-fen Manschetten und dem ganzen hellbraunen Anzuge des Buchhal-ters der Firma Osbaldistone und Lresham ähnlich war. Meine Be-sorgnis; kehrte jetzt so heftig zurück, daß ich nicht allein die Neuheitder mich umgebenden Gegenstände, die mich seither unterhielten,sondern auch den Anstand darüber vergaß. Ich zog den Gärtnerderb am Acrmel und äußerte meinen Wunsch, die Kirche zu verlas-sen, um meine Nachforschungen zu verfolgen. Eben so hartnäckigin der Kirche, wie auf den Cheviot-Bergen, würdigte Andrewmich einige Zeit keiner Antwort, und nur, als erfand, daß er michnicht anders ruhig machen könnte, war er so herablassend, mir zu

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