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2 (1851) Robin der Rothe
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fassen, waren aber weit kleiner, als die dunklern und ausgebreitc-tern Höhlen, welche ringsumher gähnten. In diesen öden Regio-nen der Vergessenheit bezeicyneten düstre Banner und zerrisseneWappenschilde die Gräber derjenigen, welche nicht ohne ZweifelFürsten in Israel" waren. Inschriften, nur dem Alterthums-forscher lesbar, in einer Sprache, die so veraltet war, wie dieHandlung der Frömmigkeit, welche sie ansprachen, forderten denWanderer auf, für die Seelen derer zu beten, deren Gebeine hierruhten. Umringt von diesen Behältnissen für die letzten Ueberrestcder Sterblichkeit fand ich eine zahlreiche Versammlung im Gebetebegriffen. Die Schotten verrichten diese Andachtsübung nichtknieend, sondern stehend, vielleicht mehr in der Absicht, von demRömischen Kirchengebrauche so weit als möglich abzuweichen, alsaus irgend einem andern Grunde; denn ich habe bemerkt, daß siebei dem häuslichen Gottesdienste, so wie ohne Zweifel bei ihrerbcsondern Andacht, wenn sie sich unmittelbar an Gott wenden, diedemüthige und ehrfurchtsvolle Stellung anderer Christen anneh-men. So standen mehrere Hunderte beiderlei Geschlechts und je-den Alters, die Männer mit unbedecktem Haupte, und hörten ehr-erbietig und aufmerksam dem Gebete zu, bas ein alter sehr beliebterGeistlicher ohne Vorbereitung sprach, wenigstens nicht ablas. Indemselben Glauben erzogen, neigte sich mein Gemüth zu ernsterLheilnahme an dieser Andachtsübung, und erst, als die Versamm-lung wieder ihre Sitze einnahm, richtete sich meine Aufmerksam-keit auf Alles, was mich umgab.

Nach geendetem Gebete setzten die meisten Männer ihre Hüteoder Mützen auf, und wer so glücklich war, einen Sitz zu haben,ließ sich nieder. Andrew und ich gehörten nicht zu diesen Glückli-chen, da wir zu spät gekommen waren. Mr standen zwischenmehreren Andern, die einen Kreis um die Sitzenden schlossen. Hin-ter uns und ringsumher waren die bereits erwähnten Gewölbe;