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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
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bestimmte meinen Vorsatz, und unter des treuen Andrew Geleitemachte ich mich auf den Weg nach der Kirche.

Bei dicscrGelcgenheit brauchte ich indcß seine Führung eigent-lich nicht, denn die Menschenmenge, welche den steilen, rauhenStcinweg hinanzog, um den beliebtesten Prediger in West-Schott-land zu hören, würde mich auch ohnedem mit sich fortgezoge» ha-ben. Als wir den Gipfel des Hügels erreichten, traten wir linkerHand durch eine große Flügelthür mit vielen Andern auf den weitenKirchhof, der das Münster, oder die Kathedrale von Schottland,umgibt. Die Kirche ist mehr ein düstres und schwerfälliges, alszierliches Gebäude von gothischer Bauart; allein ihr eigenthümli-chcr Charakter har sich so wohl erhalten, und paßt so gut zu denUmgebungen, daß der Eindruck, den sie auf den ersten Blickmacht, im höchsten Grade ernst und feierlich ist. Ich warsosehr davon ergriffen, daß ich Andrew's Bemühungen, der michin die Kirche ziehen wollte, einige Minuten widerstand, und in riefeBetrachtung ihrer äußern Erscheinung versank.

In einer volkreichen und ansehnliche» Stadt gelegen, besitztdies ehrwürdige Gebäude dennoch das Ansehen der tiefsten Einsam-keit. Hohe Mauer» trennen es auf der einen Seite von der Stadt;auf der andern ist es von einer Schlucht begränzt, durch derenTiefe, dem Auge unsichtbar, ein Bach murmelt, dessen Geräuschdie Feierlichkeit des Ortes erhöht. Jenseits der Schlucht ragt einesteile Höhe empor, dicht mit Föhren bedeckt, deren dunkle Schat-ten sich düster über den Kirchhof verbreiten. Der Kirchhof selbst ge-währt einen eigenen Anblick; denn so groß er auch ist, steht er dochnicht im Verhältniß zu der Menge von Menschen, die hier beerdigtwerden, und deren Gräber fast alle mit Leichensteinen bedeckt sind.Es ist daher nirgends Raum für das lange, wuchernde Gras, dasgewöhnlich jene Stätten bedeckt, an denen die Bösen aufhören zubeunruhigen, und wo die Müden ruhen. Die breiten, flachen