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Die neblichten Gebirge des westlichen Hochlandes schickten oftihre wilden Stämme auf die Märkte von St, Mungo's Lieblings-stadt. Heerden von wilden, zottigen, zwerghaften Rindern undPferden, von Hochländern geführt, die eben so wild und zottig,und zuweilen auch eben so zwergartig waren, als ihre Lhiere, sahman häufig in den Straßen. Fremdlinge blickte» mit Ucberraschungauf die alterthümliche, seltsame Tracht, und lauschten auf die un-bekannten, unangenehmen Töne ihrer Sprache, während die Ge-birgsbewohner, selbst bei diesem friedlichen Verkehr, mit Büchse,Pistol, Schwert, Dolch und Tartsche bewaffnet, voll Erstaunenauf Gegenstände der Ueppigkeit blickten, deren Gebrauch sie nichtkannten, und mit etwas beunruhigender Habsucht auf solche Dinge,die sie kannten und schätzten.
Der Hochländer verläßt immer ungern seine Wildnisse, und injenen Zeiten war es , als ob man eine Fichte aus ihrem Felsen risse,wenn man ihn wo andershin verpflanzen wollte. Mein schon da-mals waren die Thäler des Hochlandes, bis sie dann und wanndurch Hunger oder das Schwert heimgesucht wurden, so reichlichbevölkert, daß viele ihrer Bewohner nach Glasgow wanderten, sichda nicderließcn, und Beschäftigung suchten und fanden, so ver-schieden sie auch von der in ihrer Heimath war. Dieser Zuwachsan starken und nützlichen Einwohnern hatte Einfluß auf den Wohl-stand des Ortes, verschaffte die Mittel zur Fortsetzung einiger Ma-nufakturen, welche die Stadt schon besaß, und legte den Grund zudem künftigen Reichthum derselben.
Das Aeußere des Ortes stimmte mit diesen vielversprechendenUmständen überein. Die Hauptstraße war breit und ansehnlich,mit öffentlichen Gebäuden von mehr auffallender als geschmackvollerBauart geschmückt, und die hohen steinernen Häuser an den Sei-ten, deren Vorderseiten auch mit Mauerwerk reich verziert waren,gaben der Straße ein Msehcn von Würde und Pracht, das den