Druckschrift 
2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
247
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ländischen Fuchsjäger zurückkehrte, oder noch länger den schotti-schen Anwalt trug, ist für jetzt nicht nöthig zu erwähnen.

Wir setzten nun die Reise gegen Nordwesten weit langsamerfort, als wir unsere nächtliche Entfernung aus England begonnenhatten. Eine Reihe kahler, uninteressanter Hügel folgte der an-dern, bis sich das fruchtbare Thal des Clydc vor uns öffnete, undbald erreichten wir den Ort, oder wie mein Führer sie stolz nannte,die Stadt Glasgow. In der letzten Zeit rechtfertigte ein ausge-breiteter und wachsender Handel mit Westindien und Amerika denNamen vollkommen, den mein Führer ihr in einer Art von zwei-tem Gesicht gegeben hatte, und legte den Grund zu ihrem Reich-thum und Wohlstand, der, sorgsam gepflegt, eines Tages uner-meßlichen Vortheil bringen kann. Zu jener Zeit war die Morgen-röthe dieses Glanzes noch nicht angebrochen. Die Union hatteSchottland zwar den Handel mit den englischen Eolonien eröffnet,aber Mangel an Capital und die Notionaleifersucht der Engländerschlossen die schottischen Kausleutc noch großcntheils von der Be-nutzung des Vorrechtes aus, welches dieser denkwürdige Vertragihnen verliehen hatte. Glasgow lag an der falschen Seite der Insel,um an dem östlichen oder Continental-Handel Theil zu nehmen,durch welchen sich der kleine Verkehr, wie Schottland ihn damalsbesaß, hauptsächlich erhielt. Dennoch galt es schon damals für denwichtigsten Ort im westlichen Schottland und eine Stadt von Be-deutung. Der breite, nahe an den Mauern vorbciströmende Clydegewährte die Mittel zu einem nicht unerheblichen Binnenhandel.Nicht allein die fruchtbaren Ebenen der umliegenden Gegend, son-dern auch die Bezirke von Ayr und Dumfries betrachten Glasgowals ihre Hauptstadt, wohin sie ihre Erzeugnisse bringen, unddagegen feinere Handelsartikel und andere Nothwendigkciten ein-tauschen.