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Ich öffnete den Brief, übcrli'cf den Inhalt — und das Blattsiel aus meiner Hand: ,, Gütiger Himmel!" rief ich unwillkührlichaus, „meine Lhorheit und mein Ungehorsam haben meinen Vaterzu Grunde gerichtet!"
Diana erhob sich mit Blicken wahrer und zärtlicher Unruhe.„Ihr erblaßt — Ihr seid krank — soll ich Euch ein Glas Wasserbringen? Ermannt Euch, Mr. Osbaldistone, seid stark! — IstEuer Vater — ist er nicht mehr? "
„Er lebt, Gott sei Dank!" sagte ich, „aber in welcher Rothund Beschwerde" —
„Wenn das Alles ist, so verzweifelt nicht. Darf ich den Brieflesen ?" fragte sic, und hob ihn auf.
Ich bejahte es, obgleich ich kaum wußte, was ich that. Sielas ihn mit großer Aufmerksamkeit.
„Wertst dieser Trcsham, der den Brief unterschrieben hat?"
„Meines Vaters Handelscompagnon," (Dein eigner guterVater, Wilhelm!) „aber er nimmt nur wenig thätigen Anrheil anden Geschäften des Hauses."
„Er spricht hier von mehreren Briefen, die früher an Euchabgegangen sind," sagte Diana.
„Ich habe keinen davon erhalten," erwiderte ich.
„Und es zeigt sich," fuhr siefort, „daß Rashleigh, der seitEures Vaters Reise nach Holland die ganze Führung der Ge-schäfte übernommen hat, sich vor einiger Acit von London nachSchottland begab, mit Maaren und Geldsummen zur Bezah-lung ansehnlicher Wechsel, die Euer Vater einigen Personeni» diesem Lande ausgestellt hatte, und man hat seitdem nichtsvon ihm gehört."
„Es ist nur zu wahr."