„Und dann hat man," fuhr sie, in den Brief blickend, fort,„ einen Buchhalter, oder dergleichen — Owcnson — Owen — nachGlasgow geschickt, um Rashleigh, wo möglich, aufzusinden, undman ersucht Euch, gleichfalls dahin zu reisen, um ihm in seinenNachforschungen beizustchen."
„So ist cs, und ich muß sogleich abreisen."
„Bleibt noch einen Augenblick," sagte Miß Bernon. „DasSchlimmste, was aus dieser Sache erfolgen kann, scheint mir derVerlust einer Geldsumme zu sein; kann Euch das zu Thränen brin-gen? Schämt Euch, Mr. Osbaldistone!"
„Ihr thut mir Unrecht, Miß Bernon," antwortete ich. „Nichtder Verlust ist es, der mich bekümmert, sondern die Wirkung, diees, wie ich gewiß weiß, auf meines Vaters Geist und Gesundheithaben wird, dessen Ehre der Handelscrcdit ist; würde er insolventerklärt, so sänke er ins Grab, niedergedrückt durch ein Gefühl desKummers, der Reue und Verzweiflung, gleich einem Krieger, denman der Feigheit beschuldigt, oder wie ein Mann von Ehre, derRang und Ansehen in der Welt verloren hat. Alles dieses hätte ichdurch das geringe Opfer eines thörichtcn Stolzes und einer Arbeits-scheu, die mich zurückhielten, die Arbeiten seines ehrcnwerthenund nützlichen Berufes zu thcilen, verhindern können. GerechterHimmel, wie soll ich die Folgen meiner Verirrung wieder gutmachen!"
„Indem Ihr sogleich nach Glasgow reiset, wie Ihr hier indem Briefe Eures Freundes beschworen werdet."
„Aber wenn Rashleigh wirklich den schändlichen und gewissen-losen Plan gemacht hat, seinen Wohlthäter zu plündern, wie kannich da hoffen, die Mittel zu der Vereitelung eines so tief angeleg-ten Entwurfes zu finden?"