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2 (1851) Robin der Rothe
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sten des großen eichenen Tisches, nahm einen andern Handschuhheraus, und warf ihn mir zu. Wenn ein von Natur aufrichtigesGemüth sich zu Zweideutigkeit und Verstellung hcrabläßt, erregtoft die ängstliche Unruhe, womit die ungewohnte Sache verrichtetwird, bei dem Zuhörer einen Zweifel an der Wahrheit. Ich warfeinen schnellen Blick auf beide Handschuhe, und erwiderte dannernsthaft:Die Handschuhe sind sich allerdings in Gestalt undStickerei ähnlich; allein fie machen kein Paar, da sie beide an dierechte Hand gehören."

Sie biß sich ärgerlich in die Lippen, und erröthete von Neuem.

Ihr habt recht, mich nicht zu schonen," sagte sie mit Bitter-keit.Andere Freunde würden aus dem, was ich sagte, blosgeschlossen haben, daß ich keine besondere Erklärung über einen Um-stand geben wollte, der keine bedarfwenigstens nicht für einenFremden. Ihr habt besser geurtheilt, und mich nicht allein fühlenlassen, wie gemein Doppelzüngigkeit ist, sondern auch, wie unfä-hig ich bin, mich zu verstellen. Ich sage Euch nun deutlich, daßdieser Handschuh nicht zu jenem gehört, wie Ihr scharfsinnig be-merkt habt. Er gehört einem Freunde, der mir noch theurer ist,als das Urbild von Vandyk's Gemälde, einem Freunde, dessenRath mich geleitet hat und leiten wird, den ich verehre, den ich"

Sie schwieg. Ich war gereizt durch ihr Benehmen, und er-gänzte die abgebrochene Rede auf meine Weise:Den sie liebt,wollte Miß Vernon sagen."

Und wenn ich so sagte," erwiderte sie stolz,werwillmichwegen meiner Zuneigung zur Rede stellen,"

Ich nicht, Miß Bernon, gewiß nicht. Ich bitte Euch, michvon einer solchen Anmaßung freizusprechen. Aber," fuhr ich et-was nachdrücklich fort, da ich auch empfindlich war,Miß Vernonwird hoffentlich einem Freunde verzeihen, dem sie diesen Namen zuentziehen geneigt scheint, wenn er bemerkt"