gen Bosheit — und vor Allem, gegen den geheimen Rathgcber,den sie zu ihrem Vertrauten gewählt hatte. Das waren die Gründe,die mein Wille meinem Gewissen dreist als gültige Münze bot, unddie das Gewissen, gleich einem murrenden Krämer, lieber annahm,als es zu einem offenen Bruche mit einem guten Kundmann kom-men zu lassen, obgleich es mehr Zweifel hegte, daß die Münzenfalsch wären.
Während ich, dieses Für und Wider erwägend, durch diegrünen Gänge schritt, stieß ich plötzlich auf Andrew Fairservice,der wie eine Bildsäule vor einer Reihe von Bienenstöcken in Be-trachtung versunken stand. Mit einem Auge beobachtete er die Be-wegungen des kleinen, regen Völkchens, das sich in seinem Stroh-hause für den Abend nicderließ, und das andere heftete er auf einAndachtsbuch, das durch langen Gebrauch seine Ecken verlorenhatte, und in eine länglich-runde Gestalt abgenutzt war; ein Um-stand, der ihm, nebst dem engen Drucke und der dunkeln Farbe, einAnsehen des ehrwürdigsten Alterthumes gab.
„Ich las da eben ein Sprüchlein in des verdienstvollen JohnQuackleben: Blume von süßem Duft, in den Misthaufen der Weltgesäet," sagte Andrew, als er mich sah, und machte das Buch zu,in das er seine Hornbrille als Zeichen legte.
„Und die Bienen, bemerke ich, Andrew, theilten Eure Auf-merksamkeit mit dem gelehrten Schriftsteller?"
„Sie sind ein widerspenstiges Volk," erwiderte der Gärtner.„Sechs Lage in der Woche haben sie Zeit zu ihrem Thun, und den-noch, wie man weiß, schwärmen sie immer am Sabbath, und hal-ten die Leute ab, Gottes Wort zu hören. — Doch hier wird desAbends nicht in der Kapelle gepredigt" —
„Wäret Ihr in der Pfarrkirche gewesen, Andrew, wie ich, sohättet Ihr eine vortreffliche Predigt gehört."