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2 (1851) Robin der Rothe
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Ein Gefühl, unwiderstehlich wie ein Impuls, bewog mich zuder Antwort:O, Diana! könnt Ihr mirrathen, Osbaldistone-Hall zu verlassen? Dann bin ich wahrlich schon zu lange hiergewesen."

Sie erröthcte, fuhr aber mit großer Festigkeit fort:Ich gebeEuch allerdings den Rath, nicht allein Osbaldistone-Hall zu ver-lassen, sondern auch nie dahin zurückzukehren. Ihr habt nur eineFreundin daselbst zu beklagen," fuhr sic mit erzwungenem Lächelnfort,und diese ist längst gewohnt, ihre Freundschaft und ihrenTrost dem Wohle Anderer aufzuopsern. In der Welt werdet IhrHunderte finden, deren Freundschaft eben so uneigennützig seinwird und weit vortheilhafter weniger gehemmt durch störendeVerhältnisse weniger unter dem Einflüsse böser Zunge» und bö-ser Zeiten."

Nie!" rief ich aus,nie! Die Welt kann mir keinen Ersatzfür das bieten, was ich hier zurücklassen muß." Ich faßte ihreHand und drückte sie an meine Lippen.

Das ist Thorheit!" rief siedas ist Wahnsinn!" und sietrachtete, mir ihre Hand zu entziehen, aber nicht so heftig, daß esihj gleich gelungen wäre, und ich hielt sie fast eine Minute in dermeinen.Hört auf mich, Sir Osbaldistone!" sagte sie,undbezähmt diesen unmännlichen Ausbruch der Leidenschaft. Ich bindurch feierlichen Vertrag eine Braut des Himmels, wenn ich michnicht lieber der Schlechtigkeit in Rashleigh Osbaldistone, oder derRohheit in seinem Bruder vermählen will. Ich bin daher eineBraut des Himmels, dem Kloster seit meiner Wiege geweiht. Beimir sind also diese Ausbrüche übel angebracht; sic dienen nur da-zu, noch mehr zu beweisen, wie nothwendig Eure Abreise ist, unddas zwar ohne Aufschub." Bei diesen Worten brach sie plötzlichab und sagte mir gepreßter Stimme:Verlaßt mich sogleich.Wir sehen uns hier noch ein Mal, aber dann nie wieder."