Druckschrift 
2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
213
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Sie schwieg einen Augenblick; dann antwortete sic mit festemTone:Daß Ihr Osbaldistone-Hall sogleich verlaßt und nach Lon-don zurückkchrt. Ihr seid vielleicht," fuhr sie sanfter fort,schonzu lange hier gewesen; doch das war nicht Eure Schuld. JederAugenblick, den Ihr jetzt noch hier verschwendet, wäre ein Verbre-chen. Ja, ein Verbrechen; denn ich sage Euch geradezu, wennEuer Vater seine Angelegenheiten lange in Rashleigh's Händenläßt, so könnt Ihr seinen Untergang als sicher betrachten."

Wie wäre das möglich?"

Keine Fragen," sagte sie,aber glaubt mir, Rashleigh'sAbsichten erstrecken sich über den Besitz oder die Vermehrung desHandelsreichthumes weit hinaus. Er wird Eures Vaters Ein-künfte und Güter nur zum Mittel machen, seine eigennützigen undwcitaussehenden Pläne in Bewegung zu setzen. So lange EuerVater in England blieb, war dies unmöglich; während seiner Abwe-senheit wird Rashleigh viele Gelegenheiten haben, und er wirdnicht versäumen, sie zu benutzen."

Aber wie kann ich, in Unfrieden mit meinem Vater, und aus-geschlossen von aller Aufsicht über seine Angelegenheiten, durchmeine bloße Gegenwart in London die Gefahr abwcnden s"

Diese Gegenwart allein wird viel thun. Euer Anspruch aufMitwissenschaft ist ein Lheil Eures Geburtsrcchts und unveräußer-lich. Den Beistand des ersten Buchhalters Eures Vaters und sei-ner vertrauten Freunde und Handelsgenosscn werdet Ihr ohneZweifel gewinnen. Und vor Allem, Rashleigh's Entwürfe sindvon einer Art, die" sie hielt plötzlich innc, als fürchte sie zuviel zu sagenKurz," fuhr sie fort,sie sind von der Art allereigennützigen und gewissenlosen Pläne, welche schnell aufgegebenwerden, sobald die, die sie hegen, sehen, daß sie entdeckt sind undbewacht werden. Daher mit Eurem Lieblingsdichrer:

^Zu Roß! zu Roß! Laßt zweifeln wer sich fürchtet!"