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„Das war aufrichtig gemeint und gesprochen," erwiderte sie.„Ich wußte wohl, daß der Dämon der Dichtcrcmpsindlichkeit mitdem kleinen, der Erklärung vorhergehenden Husten, entfliehenwürde. Und nun muß ich ernsthaft sein. — Habt Ihr kürzlich et-was von Eurem Vater gehört?"
„Nicht ein Wort," erwiderte ich. „Während der Monatemeines hiesigen Aufenthaltes hat er mich nicht mit einer einzigenZeile beehrt."
„Das ist seltsam! Ihr seid ein sonderbares Geschlecht, Ihrkühnen Osbaldistone's. — Also wißt Ihr nicht, daß er nach Hollandgegangen ist, um dringende Angelegenheiten zu ordnen, die seineeigene, augenblickliche Gegenwart forderten?"
„Ich höre jetzt das erste Wort davon."
„Es muß ferner neu für Euch sein und schwerlich angenehm,daß er Rashlcigh bis zu seiner Rückkehr beinahe die unumschränkteLeitung seiner Angelegenheiten überlassen hat?"
Ich erschrakt und konnte meine Ueberraschung und Besocgnißnicht verhehlen.
„Ihr habt Grund, beunruhigt zu sein," sagte Miß Bernonsehr ernst. „Wäre ich an Eurer Stelle, so würde ich die Gefahrenzu verhüten, oder ihnen zu trotzen suchen, die aus einer so uner-wünschten Einrichtung entstehen."
„Und wie ist mir das möglich ? "
„Alles ist Dem möglich, der Muth und Thätigkeit besitzt,"sagte sie mit einem Blicke, der an die Heldinnen der Ritterzeit er-innerte, deren Aufmunterung den Kämpfern in der Stunde der Ge-fahr doppelten Muth verlieh; „aber dem Furchtsamen und Zögern-den ist Alles unmöglich, weil es ihm so scheint."
„Und was würde Euer Rath sein, Miß Vernon?" fragte ich,indem ich ihre Antwort wünschte, und doch zugleich fürchtete.