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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
211
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nicht widerstrebenden Hand.Und dennoch," fuhr ich fort,glaubte ich mich hier in meiner abgesonderten Lage zuweilen nichtbesser unterhalten zu können, als wenn ich, versteht sich, nur zumeinem eigenen Vergnügen, die Uebersetzung dieses bezauberndenDichters wieder vornähme, die ich vor einigen Monaten am Uferder Garonne begann."

Es fragte sich nur," sagte Diana ernst,ob Ihr Eure Zeitnicht zu etwas Besserem anwcnden könntet."

Ihr meint, zu eigenen Arbeiten?" sagte ich sehr geschmei-chelt;doch aufrichtig gesprochen, mein Geist versteht sich mehrdarauf, Worte und Reime zu finden, als Gedänkcn, daher fühleich mich glücklich, die zu benutzen, welche mir Ariost vorbereitethat. Aber die Aufmunterung, die Ihr mir gebt, MißVernon"

Verzeiht, Frank, ich gebe keine Aufmunterung, sondernIhr nehmt sic. Ich meinte weder eigene Arbeiten, noch Ueber-sctzung, als ich glaubte, Ihr könntet Eure Zeit weit besser anwen-den, als zu den beiden. Ihr seid empfindlich," fuhr sie fort,und es thut mir leid, die Ursache davon zu sein."

Nicht empfindlich gewiß nicht empfindlich," sagte ich mitso viel Freundlichkeit, als ich zu erzwingen vermochte, was mirnur schlecht gelang.Ich bin Euch für die Theilnahme, die Ihrmir zeigt, zu sehr verbunden."

Nein, nein," fuhr Diana unbarmherzig fort,aus diesemerzwungenen Tone der Stimme spricht Empfindlichkeit und einKörnchen Zorn; zürnet nicht, wenn ich Eure Gefühle bis auf denGrund berühre was ich zu sagen habe, wird sie vielleicht nochmehr verletzen."

Ich fühlte das Kindische meines eigenen Betragens und wiemännlich Diana mir überlegen war, und gab ihr die Versicherung,daß sie nicht zu fürchten brauche, mich durch ihren Tadel, dessenfreundliche Absicht ich kenne, unwillig zu machen.

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