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2 (1851) Robin der Rothe
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Thörichles, leichtsinniges, unachtsames Mädchen!" sagteich zu mir selbst,bei dem jeder gute Rath wcggcworsen, alles Zart-gefühl verschwunden ist. Ich habe mich durch die Einfalt ihres Be-tragens hintcrgehen lassen, und sie kann dies eben so leicht an-nehmen, wie einen Strohhut, der Mode ist, blos um sich aus-zuzeichnen. Ungeachtet ihres seltenen Verstandes würde ihr,glaube ich, eine Partie Whist mit einigen Landjunkern mehr Ver-gnügen machen, als wenn Ariosto selbst von den Tobten auferstehensollte."

Dicser'Gcdanke erfüllte mich um so lebhafter, da ich den Muthgefaßt hatte, ihr meine Uebersetzung der ersten Gesänge des Ariost zuzeigen, und sie zugleich gebeten, Martha auf diesen Abend zumThee in der Bibliothek einzuladen, was sie unter einem Vorwände,der mir nichtig vorkam, ablchntc. Ich hatte mich nicht lange mitdiesem unangenehmen Gegenstände beschäftigt, als die Hinterthürdes Gartens aufging, und Andrew und sein Landsmann, mit seinemWaarenbündel beladen, im Mondschein herbeikamen, und meineAufmerksamkeit aufandere Weise beschäftigten.

Ich fand in Macready, wie ich es erwartet hatte, einen rau-hen, verschmitzten, dickköpfigen Schotten, der aus Wahl und Be-ruf Neuigkcitskrämer war. Er konnte mir bestimmte Auskunft überAlles geben, was im Ober - und Unterhause wegen Morris Angele-genheit vorging, die, wie es schien, von beiden Seiten als Prüf-stein gebraucht wurde, um die Stimmung des Parlaments zu er-forschen. Das Ministerium war zu schwach gewesen, eine Sachezu behaupten, in welche angesehene und wichtige Männer verwickeltwaren, und die auf der Aussage eines Menschen von so unbedeuten-dem Rufe, als Morris, beruhte, der überdies verworren undwidersprechend ln seinen Angaben war. Macready konnte mir sogareine gedruckte Nachricht der Verhandlungen, die man selten außerder Hauptstadt fand, und die ebenfalls gedruckte Rede des Herzogs