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2 (1851) Robin der Rothe
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und er hätte die Nacht für die Gespenster durchwacht, und denMorgen verschlafen, statt die Hunde herauszuführen.

Alle diese albernen Sagen hatte ich in halben Winken und ab-gebrochenen Aeußerungen vernommen, die ich mir selbst zusammen-setzen mußte, und die ich natürlicher Weise verlachte. Die großeEinsamkeit aber, in welcher dieses übelberüchtigte Zimmer nach derAbendglocke sich befand, war ein Grund mehr, es nicht zu besuchen,wenn Diana den Abend dort allein verweilte.

Ich war daher nicht verwundert, die Fenster der Bibliothekerhellt zu sehen, fühlte mich aber ein wenig betroffen, als ich deut-lich den Schatten von zwei Gestalten bemerkte, der sich vor demersten Fenster bewegte, und es einen Augenblick verdunkelte.Esmuß die alte Martha sein, welche den Abend mit dort zubringensoll," dachte ick,oder ich muß mich geirrt, und Diana's eigenenSchatten für den einer zweiten Gestalt genommen haben. Rein,beim Himmel! sie zeigen sich auch am zweiten Fenster! Ganzdeutlich zwei Gestalten! Nun verlieren sie sich jetzt sind sie amdritten am vierten Fenster! Wen kann Diana bei sich ha-ben?" Die Bewegung der Schatten zwischen dem Lichte und denFenstern wiederholte sich zweimal, als ob ich mich hätte überzeugensollen, daß meine Beobachtung richtig sei; dann wurden die Lichterausgelöscht, und die Schatten verschwanden.

So unbedeutend dieser Umstand war, beschäftigte er meineSeele doch eine geraume Zeit. Ich erlaubte mir keinen Gedankendaran zu setzen, daß meine Freundschaft sür Miß Vernon irgendeine selbstsüchtige Absicht habe; aber ich empfand einen unbeschreib-lichen Unmuth beidem, daß sie einem Andern Zusammenkünfte ge-stattete, und das zu einer Zeit und an einem Orte, wo ich es für un-schicklich hielt, sie zu besuchen, was ich ihr auch um ihrer selbst wil-len gezeigt hatte.