lerin zu werden, so will ich die alte Martha mit einer Taffe Theebestechen, kni mir zu sitzen, und mir zum Schutz zu dienen."
Martha, die alte Haushälterin, theilte den Geschmack der Fa-milie im Schlosse. Ein tüchtiger Becher würde ihr wohl lieber ge-wesen sein, als aller Thee aus ganz China. Da aber dieses Getränkdamals nur unter den höheren Ständen gebräuchlich war, soschmeichelte es ihrer Eitelkeit, daran Lheil zu nehmen, und durcheine reichliche Dosis Zucker, eine Menge kaum minder süßer Worte,und einen Ueberfluß von geröstetem Brote und Butter, ließ siesich zuweilen bewegen, uns Gesellschaft zu leisten. Gewöhnlichvermieden fast alle Dienstboten nach Anbruch der Nacht dieses Zim-mer, weil es auf der Seite des Hauses lag, wo es nach ihrer thö-richten Meinung nicht geheuer war. Die Furchtsamen wollten dortErscheinungen gesehen und Töne gehört haben, wenn alle Hausge-nossen zur Ruhe waren, und selbst meine jungen Vettern hattenkeine Lust, sich nach angebrochener Dunkelheit ohne Noth jenemfurchtbaren Bezirke zu nahen. Daß der Büchersaal einige ZeitRashleigh's Lieblingsaufenthalt gewesen war, und eine besondereLhüre aus demselben in das abgelegene Gemach führte, welches erfür sich gewählt hatte, diente eher dazu, das Grauen der Diener-schaft vor diesem furchtbaren Saale zu erhöhen, als es zu vermin-dern. Seine ausgcbreitete Kunde von Allem, was in der Welt vor-ging, seine tiefen Kenntnisse in den Wissenschaften, einige physikali-sche Experimente, die er gelegentlich gemacht hatte, waren für dieunwissenden und abergläubischen Bewohner des Schlosses hinrei-chende Gründe, ihm Gewalt über die Geisterwelt zuzuschreiben. Erverstand Griechisch, Lateinisch und Hebräisch, und brauchte daher,wie sein Bruder Wilfred fürchtete und sagte, weder vor Geistern,noch Gespenstern, noch Kobolden oder Teufeln sich zu fürchten. Ja,die Diener behaupteten, sie hätten ihn im Büchersaale Gesprächehalten hören, wenn jeder sterbliche Mensch zur Ruhe gewesen wäre,