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2 (1851) Robin der Rothe
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Eisenfresser, der Pferdeknecht, der Narr, wären Rashlcigh tau-sendmal vorzuziehen; das Kloster, der Kerker, das Grab würdenmir willkommener sein, als sie Alle!"

Es lag ein trüber, wchmüthiger Ton in ihrer Stimme, wohlpassend zu der seltsamen und Lheilnahme erweckenden Ver-wickelung ihrer Lage. So jung, so schön, so unerfahren, sosehrsich selbst überlassen, alles Beistandes beraubt, den ihr Geschlechtdurch den Schutz und das Ansehen weiblicher Freunde findet, undselbst der Vertheidigung jener Förmlichkeiten entbehrend, mit denenman sich im gebildeten Leben den Frauen nähert. Es ist kaumbildlich gesagt, daß mein Herz für sic blutete. Dennoch lag einAusdruck von Würde in ihrer Vernachlässigung der Form, eineAufrichtigkeit des Gefühls in ihrer Verachtung der Falschheit, einefeste Entschlossenheit in ihrer Ansicht der Gefahren, von denen sieumringt, daß sich mit meinem Mitleid die wärmste Bewunde-rung paarte. Sie glich einer Fürstin, die von ihren Unterthanenverlassen und ihrer Macht beraubt ist, aber noch immer die geselli-gen Einrichtungen verschmäht, welche für Leute niedern Standesgemacht sind, und in der Mitte ihrer Drangsale sich kühn und ver-trauend auf die Gerechtigkeit des Himmels und die unerschütterteStandhaftigkeit ihres Charakters verläßt.

Ich wollte die Gefühle der Theilnahme und der Bewunderungaussprechen, die ihre unglückliche Lage und ihr hoher Muth in mirerregt hatten, aber sie legte mir Stillschweigen auf.

Ich sagte Euch im Scherz," rief sie,daß ich Schmeicheleiennicht leiden kann und jetzt sage ich Euch im Ernst, daß ich kein Mit-leid begehre, und den Trost verschmähe. Was ich erduldet habe, dashabe ich erduldet. Was ich erdulden werde, will ich tragen, wieich kann; kein mitleidiges Wort kann dem Sclavcn die Last, die erschleppen muß, um eine Feder leichter machen. Es gibt nur ein

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