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2 (1851) Robin der Rothe
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seht, Mr. Osbaldistone, ich bediene mich der Sprache von Lom-bard - Street und mache mich geschickt zu meinem neuen Berufe."

Eben wollte ich antworte» und erhob mein Auge, als ichDiana erblickte, die wahrend des Gespräches unbemerkt hcreingc-trcrcn und eine aufmerksame Zuhörerin desselben gewesen war. Ver-wirrt und beschämt blickte ich zur Erde und eilte zu dem Frühstücks-tischc, an dem ich zwischen meinen geschäftigen Vettern Platz nahm.

Damit die Ereignisse des verflossenen Tages nicht ohne eineLcbensregcl aus unserm Gedächtnisse verschwinden möchten, gabmein Oheim Rashlcigh und mir den Rath, unsere Milchsuppcngc-wohnheit, wie er cs nannte, zu verbessern und uns nach und nach zugewöhnen, eine herrcnmäßige Menge starker Getränke zu genießen,ohne in Zank und Prügelei zu gerathcn. Er empfahl uns, den An-fang mit einem Nößel rothcn Wein des Tages zu machen, welches,mit Hülfe des Märzbiers und Branntweins, ei» hübsches Maaß füreinen Anfänger in der Kunst des Trinkens sei. Zu unserer Auf-munterung versicherte er, viele Männer gekannt zu haben, die inunserm Alter nicht eine Flasche auf einmal getrunken hätten, dieaber, in wackere Gesellschaft gerathen, und herzhaftem Beispielefolgend, nachher ruhig und gemächlich sechsmal so viel auslcerc»konnten, ohne Streit und ohne Geschwätz, und ohne am andernMorgen krank oder traurig zu sein.

So weise dieser Rath und so tröstlich die Aussicht war, die erdarbot, gewann ich nur wenig durch die Ermahnung; zum Theilvielleicht, weil ich, so oft ich die Augen erhob, Diana's Blicken be-gegnete, in denen ich ernstes Mitleiden mit Bedauern und Mißfallenvermischt zu lesen glaubte. Ich überlegte, wie ich eine Gelegenheit,mich auch gegen sie zu erklären und zu entschuldigen, herbeiführcnkönne, als sie mir zu verstehen gab, daß sie mir die Mittel, eineUnterredung zu erbitten, ersparen wolle.Vetter Frank," sagtesie, mich wie die Söhne ihres Oheims benennend,ich habe diesen