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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
162
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halten könnt, nach der Ursache meines Stumpfsinnes und meinerVerstimmung,;» fragen."

Wie!" sagte sie,muß ich alsoglauben, daß Ihr meinePartei verlassen habt und zu dem Feinde übergegangen seid?"

Sie blickte hierauf über die Lasel, und da sie bemerkte, daßRashleigh, der gegenüber saß, mit einem besondcrn Ausdrucke vonTheilnahme in seinen rauhen Zügen uns beobachte, fuhr sie fort:

Littsehlichcr Gedanke! Ich sehe, cs ist wahr;

Denn lächelnd blickt der Grimmige mich an,

Und zeigt ans Dich, als ans den Seinen."

Doch, Dank dom Himmel und dem schutzlosen Zustande, der michzum Dulden gewöhnt hat, werde ich nicht so leicht empfindlich»Und damit ich nicht zum Streit gezwungen werde, will ich Euchfrüher als gewöhnlich eine glückliche Verdauung Eurer Mahlzeitund Eurer üblen Laune wünschen."

Und sie verließ die Lafel.

Nachdem Diana hinausgegangen war, fühlte ich mich mitmeinem Betragen unzufrieden. Ich hatte ihr Wohlwollen, dessentreue Aufrichtigkeit sie mir erst kürzlich zeigte, zurückgestoßcn, undwar nahe daran, das reizende, und nach ihren eigenen Wortenschutzlose Wesen, von dem es dargtboten ward, zu beleidigen.Mein Betragen kam mir roh vor. Um diese schmerzlichen Erwä-gungen zu bekämpfen oder zu ertränken, sprach ich der Flasche,die um den Tisch kreiste, mehr als gewöhnlich zu.

Der aufgeregte Zustand meines Gemüthes und meine gewöhn-liche Mäßigkeit machten, daß das Getränk schnell wirkte. Einge-wurzelte Trinker, glaube ich, erhalten die Fähigkeit, eine großeMenge starker Getränke zu sich zu nehmen, ohne eine andere Wir-kung zu verspüren, als daß jene Verstandeskräfte getrübt werden.