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2 (1851) Robin der Rothe
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Niger als gleichgültig gegen Diana's Reize war; und in höchst üblerLaune gegen sie und alle Töchter Eva's setzte ich mich zu Tische.

Mit Ueberraschung hörte Diana meine unfreundlichen Ant-worten auf einige Neckereien, die sie mit ihrer gewöhnlichen Unge-zwungenheit machte, an; doch ohne den Argwohn, daß es böse ge-meint sei, erwiderte sie meine rauhen Worte mit ähnlichen Scher-zen, gemildert durch ihre heitere Laune, obwohl geschärft durchihren Witz. Endlich bemerkte sie, daß ich wirklich übler Laune war,und antwortete auf eine meiner unhöflichen Aeußerungen:Mansagt, Mr. Frank, auch von Thoren lasse sich etwas Verständigeslernen. Gestern wollte Vetter Wilfred nicht länger Prügelspielmit Vetter Thorncliff spielen, weil Vetter Lhorncliff ärgerlichwurde und stärker zuschlug, als cs die Regeln eines freundschaft-lichen Kampfes erlaubten.Wollte ich Dir in allem Ernst den Kopfeinschlagen," sagte der ehrliche Wilfred,so kümmerte es mich nicht,wie böse Du wärest, denn ich würde es nur um so leichter thun kön-nen. Aber es wäre hart, wenn ich Streiche über den Kopf bekämeund Dir nur Scheinhiebe dagegen versetzen sollte."Versteht Ihrdie Nutzanwendung, Frank?"

Ich habe nie die Nothwendigkcit gefühlt, verehrte Miß, denwenigen Verstand, mit dem man in dieser Familie die Unterhaltungwürzt, genau zu erforschen."

Nothwendigkcit! Und verehrte Miß! Ihr setzt mich in Er-staunen, Mr. Osbaldistone."

Ich bin unglücklich darüber."

Soll ich diesen mürrischen Ton für Ernst halten, oder ister nur angenommen, um Eure gute Laune desto schätzbarer zumachen?"

Ihr habt ein Recht auf die Aufmerksamkeit so vieler Herrenin diesem Hause, Miß Vernon, daß Ihr es nicht der Mühe werth

Mobin der Roche, l. 11