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gegen sie zu sein. Aber vergesst nicht, daß bei dem Feuer ihres We-sens Eure Erfahrung sowohl über sie, als über Euch selbst wachenmuß, denn der gestrige Vorfall kann als Beweis dienen, wie großihre Gedankenlosigkeit und ihre Vernachlässigung des äußeren An-standes ist."
Ich fühlte, daß etwas Wahres und Verständiges in diesenAcußerungen lag; sic schienen als freundschaftliche Warnung gege-benzuwerden, und ich hatte kein Recht, sie übel zu nehmen; den-noch fühlte ich auch, daß ich Rashleigh, während er sprach, mitVergnügen hätte durchbohren können. Der Henker hole seine Un-verschämtheit! dachte ich bei mir. Wünschteer, mir zu verstehenzu geben, Diana habe sich in sein zerfetztes Gesicht verliebt, undsei so tief gesunken, daß seine Zurückhaltung nöthig war, um sievon einer unbedachtsamcn Leidenschaft zu heilen? Ich will seineMeinung wissen, war mein Entschluß, und wenn ich sie ihm mitGewalt entreißen müßte.
Deshalb mäßigte ich mich so viel wie möglich, und sagte dann:man müsse bedauern, daß ein junges Mädchen von Diana's Ver-stand und Kenntnissen in ihrem Betragen etwas derb und unzart sei.
„Wenigstens höchst frei und rücksichtslos," erwiderte Rash-leigh; „aber glaubt mir, sie hat ein vortreffliches Herz. DieWahrheit zu sagen, sollte sie bei ihrer Abneigung gegen das Klosterund dem ihr bestimmten Bräutigam bleiben, und meine Arbeiten inden Goldgruben des Plutus sicherten mir eine anständige Unab-hängigkeit, so werde ich daran denken , unsere Bekanntschaft zu er-neuern, und mein Glück mit ihr theilen."
Lrctz seiner wohltöncnden Stimme und seinen schönen Reden,dachte ich, ist dieser Rashleigh doch der häßlichste und eingebildesteGeck, den ich je gesehen habe.
„Allein," fuhr Rashleigh fort, wie mit sich selbst sprechend,„nurungern möchte ich Thorncliffverdrängen."