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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
150
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Er verkündete diesen Entschluß mit einem Gähnen, unwider-stehlich, wie das des Gottes in der Dunciade-, und seine Niesen-söhne erwiderten cs, indem sie sich zerstreuten, um dem Zeitver-treibe nachzugehen, der Jedem besonders zusagte. Percival wollteeinen Krug Märzbier mit dem Hausverwalter in der Kellerei ver-suchen, Thorncliff ein Paar Prügel schneiden, und sie an ihrenWeidcnkörben befestigen, John Wassergrillcn fangen, Dickonmit sich selbst oben oder unten spielen, die rechte Hand gegen dielinke, Wilfred an den Nägeln kauen, und sich in einen Schlafbrummen, der wo möglich bis zum Mittagseffen dauern sollte.Miß Vcrnon war in den Büchersaal gegangen.

Rashleigh und ich blieben allein in der alten Halle, aus der dieDienerschaft, mit dem gewöhnlichen Lärmen und Ungeschick, dieUebcrrestc unsers kräftigen Frühstücks endlich fortgeschafft hatte.Ich ergriff diese Gelegenheit, um ihm Borwürfe über die Art zumachen, wie er mit seinem Bater von meiner Angelegenheit gespro-chen hatte, die ich freimüthig als sehr beleidigend für mich erklärte,da mein Oheim dadurch mehr aufgcfordert zu werden schien, seinenArgwohn zu verbergen, als ihn auszurotten.

Aber was kann ich machen, theurer Freund?" erwiderteRashleigh.Wenn der Argwohn bei meinem Vater einmal Wur-zel gefaßt hat, was, um gerecht zu sein, nicht leicht geschieht,dann ist er so hartnäckig, daß ich es immer am besten gefunden habe,ihn über solche Dinge zum Schweigen zu bringen, statt mit ihm zustreiten. Auf diese Art bezwinge ich das Unkraut, das ich nichtausrotten kann, indem ich es abschneide, so oft es sich zeigt, bis esendlich von selbst abstirbt. Es ist weder weise, noch vortheilhaft,mit einem solchen Sinne zu streiten, wie mein Vater hat, der sichgegen die Uebcrzeugung verhärtet, und an seine eigenen Einge-bungen so fest glaubt, wie wir guten Katholiken an die des heiligenVaters in Rem."