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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
143
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Wie ich von Campbell hörte, hatte er sich von Morris feier-lich versprechen lassen, dieses Umstandes nicht zu erwähnen," er-widerte Rashleigh.Den Grund, warum er ein solches Verspre-chen begehrte, könnt Ihr aus meinen Winken abnehmen. Erwünschte in seine Hcimath zurückzukehren, ohne durch gerichtlicheUntersuchungen aufgehalten und beunruhigt zu werden, welchen erausgesctzt gewesen sein würde, wenn die Lhatsache, daß er bei derBeraubung gegenwärtig gewesen ist, bekannt wurde, so lange ersich noch diesseits der Gränze befindet. Aber laßt ihn nur erst andem Forth sein, so wird Morris gewiß Alles bekannt machen, waser von ihm weiß, und es kann noch viel mehr betreffen. Ueberdiestreibt Campbell einen bedeutenden Biehhandel, und schickt oft großeHeerden nach Northumberland, so daß er bei einem solchen Verkehrein großer Thor sein würde, wenn er es mir den Dieben dieses Lan-des, die zu den rachsüchtigsten Menschen gehören, verderbenwollte."

Das will ich beschwören," sagte Miß Vernon mit einemTone, der etwas mehr als bloße Beistimmung ausdrückte.

'Aber," fuhr ich fort,wenn ich auch zugebe, daß Campbellwichtige Gründe gehabt haben kann, von Morris Stillschweigenzu verlangen, so kann ich doch nicht einschen, wie er so viel Einflußauf den Mann gewinnen konnte, um ihn zur Unterdrückung eineswichtigen Zeugnisses zu bewegen, auf die augenscheinliche Gefahr-Hin, Mißtrauen gegen seine Angabe zu erwecken."

Rashleigh stimmte mir bei, daß das sehr seltsam sei, undschien zu bedauern, den Schotten nicht genau nach diesem Umstandegefragt zu haben, den er selbst sehr auffallend fand.Aber," setzteer sogleich hinzu,seid Ihr denn auch völlig überzeugt, daß Mor-ris in seiner Aussage nichts von Campbell's Begleitung gesagt hat?"

Ich überlas das Papier nur flüchtig," erwiderteich;abercs blieb mir der lebhafte Eindruck, daß keines solchen Umstandes