Druckschrift 
2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
142
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I 42

wenn Ihr alle diese Außenwerke überwinden könntet, so fändet Ihreine innere Veste, höher und stärker als die andern die Liebe einesSchottländers gegen sich selbst."

Das ist Alles recht beredt und bilderreich, Rashleigh,"sagte Diana, die mit unverhehlter Ungeduld zugehörr hatte;eslassen sich nur zwei Einwendungen dagegen machen: es ist nichtwahr, und wenn es auch wahr wäre, so gehört es nicht zurSache."

Es ist wahr, meine schöne Cousine," cntgegnete Rash-leigh ; und überdies gehört es grade zur Sache. Es ist wahr, daIhr nicht läugnen könnt, daß ich Land und Volk genau kenne, undmeine Schilderung die Folge einer genauen und scharfen Beobach-tung ist; und es gehört zur Sache, denn es beantwortet meinesVetters Frage, und zeigt, warum eben dieser vorsichtige Schotte,da unser Verwandter weder sein Landsmann, noch ein Campbell ist,noch zu einer der unendlichen Verbindungen gehört, zu denen sieihre Geschlcchtsregister ausdehncn, und da er selbst, vor Allem, kei-nen persönlichen Vortheil dabei sah, sondern im Gegentheil, vielVerlust an Zeit und Verhinderung in seinen Geschäften zu befürch-ten hatte"

Und andere Unannehmlichkeiten, vielleicht von noch furcht-barerer Art," unterbrach ihn Diana.

Deren es, ohne Zweifel, viele geben kann," fuhr Rashleighin demselben Tone fort.Kurz, meine Angabe zeigt, warum die-ser Mann, da er keinen Vortheil zu hoffen, wohl aber Unannehm-lichkeiten zu fürchten hatte, nur durch Uebcrredung bestimmt wer-den konnte, für unfern Vetter zu zeugen."

Stach einem Blicke, den ich auf Morris Aussage warf," be-merkte ich,scheint es auffallend, darin nirgends erwähnt zu fin-den, daß Campbell bei ihm gewesen ist, als er von den Räubern an-gefallen wurde."