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„Der alte Sensenmann hat sich so schnell bewegt," antworteteich, „daß ich seine Schritte nicht zählen konnte."
„Still! da kommt Rashtcigh," rief Miß Nernon, und rückteihre» Stuhl ab, welchem ich den mcinigen zu sehr genähert hatte.
Ein bescheidenes Klopfen an derThüre, ein leises Ocsfnen beidem Rufet „Herin!" eine angenommene Milde und Dcmuth inGang und Haltung zeigten, daß Rashlcigh's Erziehung in derLehranstalt zu St. Omer sehr gut mit der Vorstellung überein-stimmte, die ich von dem Betragen eines vollendeten Jesuiten un-terhielt. Ich brauche nicht hinzuzusctzen, daß bei mir, als einementschiedenen Protestanten, diese Vorstellungen nicht die günstig-sten waren. „Wozu die Förmlichkeit des Anklopfens, da Ihr wißt,daß ich nicht allein bin?" sagte Miß Vernon.
Sie sprach dies mit einem Ausbruch von Ungeduld, als ob sicfühle, daß Rashleigh's Vorsicht und Zurückhaltung einen beleidi-genden Argwohn verberge. „Ihr habt mich so vollkommen unter-richtet, wie ich an diese Thüre klopfen muß, schöne Cousine," ant-wortete Rashleigh, ohne Stimme oder Benehmen zu ändern,„daß die Gewohnheit zur andern Natur geworden ist."
„Ich schätze Aufrichtigkeit höher, als Höflichkeit, und daswißt Ihr," war Miß Vernon's Antwort.
„Höflichkeit ist fein und zierlich, nach Namen und Gewerbeein Höfling, und paßt daher am besten für ein Frauengcmach."
„Aber Aufrichtigkeit ist die ächte Rittertugend, und daherweit willkommener, Vetter," entgegnetc Miß Vernon. „Dochum unfern Streit zu enden, der für Eucrn Verwandten nicht sehrergötzlich sein kann, setzt Euch, Rashleigh, und thut Mr. Osbal-distone Bescheid bei seiner Flasche."
Rashleigh setzte sich, und füllte sein Glas, während er seinAuge von Diana auf mich mit einer Verlegenheit wandte, die ermit aller Anstrengung nicht ganz verbergen konnte. Es schien mir,