Druckschrift 
2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
138
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Mein Großvater er theilte Karl s I. Mißgeschick, und lei-der die Ausschweifungen von dessen Sohne. Das Erbrheil unseresGeschlechts wurde durch seine Verschwendung sehr verringert, undging unter seinem Nachfolger, meinem unglücklichen Vater, gänz-lich verloren. Aber Friede sei mit Denen, die cs gewannen esward für die Sache der Treue verloren."

Euer Vater litt vermuthlich durch die politischen Zwistigkei-ten jener Zeit?"

In tnr That, er verlor Alles. Darum ist sein Kind eine ab-hängige Waise, das Brod von Fremden essend, ihren Launen un-terworfen , und gcnöthigt, ihre Neigungen zu erspähen. Aber ichbin stolzer darauf, einen solchen Vater gehabt zu haben, als wenner durch ein vorsichtigeres, aber weniger aufrichtiges Betragen,mich im Besitze aller der schönen Herrschaften gelassen hatte, dieeinst Eigcnthum seiner Familie waren."

Indem sie diese Worte sprach, traten die Diener mit dem Essenherein, und unser Gespräch beschränkte sich blos auf allgemeine Ge-genstände.

Als wir schnell unsere Mahlzeit beendet hatten, und derWein auf den Tisch gesetzt war, berichtete uns der Diener, daßSir Rashleigh zu erfahren gewünscht habe, wann wir abgespcisthätten.

Sagt ihm," erwiderte Miß Vernon,wir würden unsglücklich schätzen, ihn zu sehen, wenn er hierher kommen wolltesetzt noch ein Weinglas und einen Stuhl her, und verlaßt das Zim-mer. Ihr müßt mit ihm fortgehen, wenn er sich entfernt," sagtesie hierauf zu mir;selbst bei aller Freigebigkeit kann ich nichtmehr als acht Stunde» von den vier und zwanzig an einen Herrnverwenden; und ich glaube, wir sind wenigstens so lange zusam-men gewesen."