mir seine Rechte groß,nüthig abgetreten, und ich setze nun alleindie Studien fort, bei denen er einst mein Führer war."
„Und was sind das für Studien, wenn ich fragen darf?"
„Das dürft Ihr in der That, ohne die geringste Furcht, mei-nen Finger zum Kinn erhoben zu sehen. Wissenschaft und Ge-schichte sind meine vorzüglichsten Lieblingsbeschäftigungen; aber ichbeschäftige mich auch mit der Dichtkunst und den Alten."
„Und den Alten? Leset Ihr sie in der Ursprache?"
„Unstreitig. Rashleigh, der als Gelehrter nicht zu verachtenist, gab mir Unterricht im Griechischen und Lateinischen und in denmeisten Sprachen des neuern Europa. Ich kann Euch versichern,man hat einige Mühe auf meine Erziehung verwendet, obgleich ichweder einen Saum, noch Kreuzstich nähen, noch einen Puddingkochen, oder, wie des Pfarrers dicke Frau ebenso wahr, als zier-lich, höflich und gutmüthig zu sagen beliebt, irgend etwas Nützli-ches in der Welt verrichten kann."
„Und hatRashlcigh, oder Ihr selbst, diese Beschäftigung fürEuch gewählt, Miß?"
„Hm!" sagte sie, als trage sic Bedenken, meine Frage zubeantworten — „ cs ist am Ende nicht der Mühe werth, den Fingerzu erheben — nun, theils er, thcils ich. Außer dem Hause lernteich reiten, im Nothfall ein Pferd satteln und zäumen, übereinenSchlagbaum setzen, ein Gewehr ohne Blinzeln losschicßen, undalle die männlichen Geschicklichkeiten, denen meine rohen Vet-tern wie toll nachlaufen; aber nun mußte ich auch im Hause, wiemein vernünftiger Vetter, Griechisch und Lateinisch lernen, ummich dem Baume der Erkenntniß zu nähern, den JhrMänner gernfür Euch allein behalten möchtet, wahrscheinlich aus Rache fürden Antheil unserer gemeinschaftlichen Stamm-Mutter am erste»Sunoeus»«,."