Druckschrift 
2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
120
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und mach Dir auf des Königs Landstraße keinen Scherz mit zufälli-gen Rcisegenoffen. Ei, Mann, nicht alle getreue Unterthanen desKönigs sind geneigt, Spaß zu verstehen, und es ist schlecht scher-zen mit Straßenraub-Angelegenheiten. Und hier ist auch diearme Diana Bernon in gewisser Art allein und verlassen aufder weiten Oberfläche der Erde, daß sie nach ihrem eigenen alber-nen Belieben umherreiten und laufen kann. Du mußt aufmerksamfür Diana sein, oder, alle Wetter, ich werde wieder ein jungerBursche, und schlage mich selbst mit Dir, obgleich ich gestehen muß,daß das eine gewaltige Anstrengung wäre. Und nun geht Beide,und überlaßt mich meiner Pfeife Tabak und meinen Betrachtun-gen; denn wie das Lied sagt:

Das ind'schc Blatt ist schnell verzehrt;

So Manneskraft znr Schwäche kehrtVerglicht der Jugend Feuer heil;;

Dann kl'nimt des Alters Asche, trecken, weist.

Rauchst Du Tabak, so denk' daran."

Ich war sehr erfreut über die Funken von Verstand und Ge-fühl, welche bei dem Friedensrichter die Hülle der Selbstbchaglich-keit durchbrachen, versicherte ihn meiner Ehrfurcht vor seine» Er-mahnungen, und nahm ein freundliches Lebewohl von dem redlichenBeamten und seinem gastlichen Hause.

Wir fanden in dem Vorzimmer eine Mahlzeit für uns bereitet,von der wir etwas genossen, und trafen dann denselben Diener desSir Hildcbrand, der uns beim Kommen die Pferde abgcnommcnhatte, und dem, wie er Miß Vcrnon sagte, Mr. Rashlcigh denBefehl gab, auf uns zu warten, und uns nach Haus zu begleiten.Wir ritten eine Strecke schweigend neben einander her, denn,die Wahrheit zu sagen, warmein Geist durch die Ereignisse desMorgens zu sehr verstört, als daß ich zuerst hätte sprechen mögen.