Druckschrift 
2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
118
Einzelbild herunterladen
 

118

nißvolleKarrcn wartet, stand Morris auf; als er aberaufdc» Beinenwar, schien er zu zögern.Ich sage Dir, Mann, fürchte nichts,"wiederholte Campbell;ich halte mein Wort gegen Euch. Wie,Ihr Lammsherz, wißt Ihr wohl, daß wir vielleicht einige Ueber-blcibsel Eures Mantelsacks auftreiben können, wenn Ihr Euch vongutem Rathe leiten laßt? Unsre Pferde stehen bereit. Sagt demRichter Lebewohl, Mann, und zeigt Euer südliches Blut."

So ermahnt und ermuthigt nahm Morris, von Mr. Campbellbegleitet, Abschied; allem Anscheine nach aber wurde er von neuenScrupeln und Schrecken ergriffen, ehe sie das Haus verließen,denn ich hörte, wie Campbell seine Bctheucrungcn der Sicherheitund des Schutzes wiederholte, indem sie das Vorgemach verließen.Bei der Seele meines Körpers, Mann , Du bist so sicher, wie inDeines Vaters Kohlgarten. Wetter, daß ein Kind mit solchemschwarzem Bart nicht mehr Herz hat, wie ein Rebhuhn! Kommtmit mir, wie'n ausrichtiger Bursche, ein für alle Mal."

Die Stimmen verhallten, und das darauf folgende Gctrappihrer Pferde verkündete uns, daß sic das Haus des FriedensrichterJnglcwood verlassen hätten.

Die Freude, welche dieser würdige Beamte über die leichteBeendigung einer Sache empfand, die ihn in seinen richterlichenFähigkeiten mit einiger Unruhe bedroht hatte, wurde etwas durchden Gedanken getrübt, wie seines Schreibers Ansichten bei dessenRückkehr dies betrachten möchten.Nun werde ich Jobson überdiese verdammten Papiere auf dem Halse haben ich glaube, ichhätte sic nicht vernichten sollen. Aber, Alles erwogen, ist esihm doch nur um seine Sporteln zu thun, und die machen Alleswieder gut. Und nun, Miß Diana Vernon, obgleich ich alle An-dern frei gab, fühle ich doch ein Lüftchen, einen Verhaftsbcfehl zuschreiben, Euch bis zum Abend nach dem Zimmer der Mutter Bla-kes, meiner alten Haushälterin, zu bringen. Und ich will dann