da ich höre, daß mein Zeugniß zu der Freisprechung eines Ehren-mannes, des Mr. Frank Osbaldistone hier, der ungerecht in Ver-dacht gezogen wurde, nöthig ist, will ich die Vorsicht bei Seitesetzen.— Ihr werdet deshalb, Mr. Morris, die Güte haben,"(dabei sah er ihn wieder mit demselben entschieden-festen Blicke an)„dem Herrn Friedensrichter Jnglewood zu sagen, ob wir nicht aufder Landstraße mehrere Meilen miteinander reisten, in Folge Eurereigenen ängstlichen Bitten und Vorstellungen, die Ihr fortwährendwiederholtet, sowohl an dem Abend, den wir zusammen in North-allerton zubrachten, wo ich es ablehnte, als später, wie ich Euch in derNähe von Clobern) Alters wiedcrtraf, wo ich cs zusagte, und michdurch Euch bewegen ließ, meine beabsichtigte Reise nach Rothburyaufzugeben, und Euch zu meinem Unglück auf Eurem Wege be-gleitete."
„Das ist eine traurige Wahrheit," antwortete Morris, derden Kopf niedergebeugt hielt, als er der langen und leitenden FrageCampbells diese Bestätigung gab, was er nur mit widerstrebendemGehorsam zu thun schien.
„Und ich setze voraus, Ihr könnt Sr. Gnaden ebenfalls dieVersicherung geben, daß Niemand besser geeignet ist, als ich, Zcug-niß in dieser Sache abzulegcn, da ich während des ganzen Ereignis-ses bei Euch und ganz in Eurer Nähe war?"
„Niemand ist in der That dazu besser geeignet;" sagte Morrismit einem tiefen und schmerzlichen Seufzer.
„Und was Teufel, weshalb leistetet Ihr ihm dann keinen Bei-stand," sagte der Friedensrichter, „da nach Mr. Morris Aussagedoch nur zwei Räuber waren; Ihr standet also zwei gegen zwei, undwäret Beide kräftige Männer?"
„Sir, wenn Euer Gnaden erlauben," entgegnete Campbell,„so bin ich all mein Lebelang ein Mann des Friedens und der Ruhegewesen, Händeln und Zwistigkeiten keineswcges ergeben. Mr.