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nigfaltigkeit und jenes Geistreiche zeigte, was unwillkührlich unsreNeugier reizt und unsre Aufmerksamkeit fesselt. Ich hatte genuggesunden Verstand, um die Nähe dieses sonderbaren jungen Mäd-chens, und den Zufall, der uns in einen so häufigen und nahenVerkehr brachte, als eine Vermehrung der Gefahren in Osbaldi-stone-Hall zu betrachten, wenn auch dadurch das Trübe meinesAufenthaltes gemildert wurde; aber ich konnte es mit dem ganzenAufgebote meiner Vernunft nicht dahin bringen, die neue und eigcn-thümlichc Gefahr, der ich ausgesetzt war, zu beklagen. DiesenScrupcl beseitigte ich, wie junge Leute die meisten Schwierigkeitender Art beseitigen — ich wollte sehr vorsichtig sein, stets auf meinerHut, Miß Vcrnon mehr wie einen Umgang, als wie eine Freundinbetrachten; und Alles mußte dann gut genug gehen. Mit diesenVorsätzen schlief ich ein, und Miß Vcrnon war daher natürlich derletzte Gegenstand meiner Gedanken.
Ob ich von ihr träumte, oder nicht, kann ich Dir nicht sagen,denn ick war ermüdet, und schlief sehr gesund. Aber sie war dieerste Person, an die ich des Morgens dachte, als ich mit Tagesan-bruch durch die heitern Töne des Jagdhornes erweckt wurde. Auf-springen und mein Pferd satteln lassen, war meine erste Bewegung,und nach wenigen Minuten war ich auf dem Hofe, wo ich Menschen,Hunde und Pferde in voller Vorbereitung fand. Mein Oheim, dervielleicht nicht berechtigt war, einen munteren Jägersmann in sei-nem Neffen zu erwarten, da er in fremden Ländern ausgewachsenwar, schien etwas überrascht, mich zu sehen, und es kam mir vor,als mangle seinem Morgcngruße etwas von dem herzlichen undgastlichen Tone seines ersten Willkommens. „Bist da, Junge? —Ja, Jugend ist überall; — aber sieh D'ch vor; — denk' an das alteLied:
„Wer keck sein Roß ge» Blacknone spornt,
„Erwischt gar leicht so eine» Fall. "