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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
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Eine schöne Sammlung, Miß Vcrnon, und die einzelnenExemplare gehören zu einer sehr interessanten Spccics. Aber istauf der Leinwand kein Platz für SirHildcbrand?"

Ich liebe meinen Oheim," war die Antwort,ich verdankeihm einige Güte, wenigstens was als solche gemeint war, undich will es Euch überlassen, sein Bild zu entwerfen, wenn Ihr ihnbesser kennt."

Es freut mich," dachte ich bei mir selbst,daß doch wenig-stens einige Nachsicht Statt findet. Wer sollte übrigens bei einemso jungen und so ausgezeichnet schönen Mädchen so viel bittere Sa-tyre erwartet haben?"

Ihr denkt an mich;" sagte sie, und richtete ihre dunkeln Au-gen aus mich, als wollte sie meine innerste Seele durchbohren.

Allerdings," erwiderte ich mit einiger Verlegenheit überdie zuversichtliche Plötzlichkeit der Frage, und suchte dann, meinemoffene» Geständnisse eine schmeichelhafte Wendung zu geben.Wieist es möglich, an etwas Anderes zu denken, da ich sitze, wie ich soglücklich bin, zu sitzen."

Sie lächelte mit einem Ausdrucke unterdrückten Hochmuthes,wie nur sie allein ihn in ihr Gesicht zu legen vermochte.Ich mußEuch ein für alle Mal benachrichtigen, Mr. Osbaldistone, daßSchmeicheleien bei mir gänzlich verloren sind; werft deshalb Eurevortrefflichen Redensarten nicht fort; sie dienen feinen Herren,welche das Land durchreisen, statt der Tändeleien, Perlen undArmbänder, welche Seefahrer mit sich nehmen, um die wildenEinwohner neu entdeckter Länder zu bestechen. Erschöpft EureVorräthe nicht; Ihr werket in Northumberland Eingeborene fin-den, denen Eure feinen Dinge Euch empfehlen können; bei mirwären sie gänzlich fortgcworfen, denn ich kenne zufällig ihren wah-ren Werth."

Ich war zum Schweigen gebracht und verwirrt.