Druckschrift 
2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
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Aber wciseMänner und armeNarren essen ihr Mittagsbrot,"antwortete unser lustigerWirthund hier kommt ein so vor-treffliches Stück Rindfleisch, als je von'nein hungrigen Menschenauf die Gabel gespießt wurde."

Mit diesen Worten schärfte er sein Messer, nahm seinenHcrrschersitz zu Häupten der Lasel ein, und beladete die Teller sei-ner Gäste mit der vortrefflichen Speise.

Hier hörte ich zum ersten Male den schottischen Accent, undging zum ersten Male vertraulich mit einem Individuum der Na-tion um, die ihn sprach; diese hatte aber von früher Zeit an meineEinbildungskraft beschäftigt und interessirt. Mein Vater stammte,wie Dir wohl bekannt ist, aus einer alten Familie in Northumber-land, von deren Sitz ich nur einige Meilen entfernt war, währendich das hier erwähnte Mittagseffen verzehrte. Die Uneinigkeitzwischen ihm und seinen Verwandten war so groß^ daß er kaum jedes Geschlechtes erwähnte, aus dem er entsprang, und die Schwä-che, die gewöhnlich Familienstolz genannt wird, betrachtete er alsdie verächtlichste Art der Eitelkeit. Sein Ehrgeiz war nur, alsWilliam Osbaldistonc ausgezeichnetzu sein, der erste, oder wenig-stens einer der ersten Banquiers, und sich rühmen zu dürfen, einAbkömmling Wilhelm's des Eroberers zu sein, würde seiner Eitel-keit weit weniger geschmeichelt haben, als das Zischeln und Flü-stern der Börsenmänner bei seiner Ankunft. Er wünschte ohneZweifel, ich möchte in solcher Unwissenheit über meine Verwandtenbleiben, daß dadurch eine Uebereinstimmung zwischen meinen Ge-fühlen und seinen eigenen über diesen Gegenstand entstehen möchte.Aber seinen Absichten wurde, wie dies gelegentlich dem Weisestenbegegnet, durch ein Wesen entgegen gewirkt, das sein Stolz nieals fähig erkannt haben würde, auf dieselben nur den geringstenEinfluß zu üben. Seine Amme, eine alte Northumberländcrin,ihm von seiner Kindheit an zugethan, war die einzige Person aus