mannes haben, und doch ein Straßenräuber sein. Die Theilungder Arbeit in jedem Fache hatte damals »och nicht so ganz Stattgefunden, wie seit der Zeit, und der Stand des artigen und feinenAbenteurers, der einem bei White oder Marpbone das Geld ab-nahm, war oft mit dem des vollendeten Schurken vereinigt, derauf der Boigshot Haide oder bei Fiechkey Halt gebot und die Börsenabforderte. Die Sitten jener Zeit trugen auch etwas Rauhes undDerbes, was seitdem in gewissem Grade gemildert und verschwun-den ist. Es scheint mir meiner Erinnerung nach, als hätten dieTaugenichtse damals weniger Widerwillen empfunden, als jetzt,das verzweifelteste Mittel zu ergreifen, ihr Glück zu verbessern.Die Zeiten waren in der Lhat vorbei, als Anthonic-a-Wood überdie Hinrichtung von zwei Menschen trauerte, die von unbestritte-nem Muth und Ehrgefühl waren, und ohne Gnade in Oxford ge-hangen wurden, lediglich weil ihre Noth sie getrieben hatte, Kon-tributionen auf der Landstraße einzuziehcn. Wir waren noch wei-ter entfernt von den Tagen „des grimmigen Prinzen und Poins."Und doch wurden die uneingehegten und weiten Haiden in der Naheder Hauptstadt, so wie die minder volkreichen Gegenden fernererDistrikte durch jene Art berittener Straßenränder heimgcsucht, diewahrscheinlich einst ganz unbekannt werden, und die ihr Handwerkmit einer Art von Artigkeit trieben, und gleich Gibbet sich angele-gen sein ließen, die artigsten Menschen auf der Landstraße zu sein,und fich bei der Ausübung ihres Berufes mit aller möglichen Höf-lichkeit zu benehmen. Deshalb hatte ein junger Mann in meinerLage keinen Grund, sich sehr beleidigt zu füblen, wenn man ihnmit jener ehrenwerthen Klasse von Bösewichtcrn verwechselte.
Auch fühlte ich mich nicht beleidigt. Im Gegentheil fand ichein Vergnügen daran, den Argwohn meines ängstlichen Reisege-fährten wechselsweise zu erregen und einzuschläfern, und that diesabsichtlich, um ein Hirn, welches Natur und Kunst zu keinem der