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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
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gegen den Wechsel, welchen zunehmendes Alter oder eine Krankheitin seiner Lage Hervorbringen konnte, und war deshalb bei Zeiten be-müht, sich in mir einen Beistand zu sichern, der, wenn seine Handschwach würde, das Steuer fassen und das Schiff nach seinem Nathund seiner Weisung leiten könnte. Väterliche Zuneigung, so wieBeförderung seiner eigenen Pläne führten ihn zu demselben Schluffe.Obgleich Deines Vaters Vermögen in dem Hause arbeitete, warer doch nach dem Handelsausdrucke nur ein schlafender Compagnon,und Owen, dessen Redlichkeit und Geschicklichkeit in den Detailsder Rechenkunst seine Dienste als die eines ersten Commis unschätz-bar machten, besaß doch weder Kenntnisse noch Talente genugzu den Mysterien der Hauptleitung. Wenn mein Vater plötzlichaus dem Leben abgerufen wurde, was mußte dann aus der Weltvon Plänen, die er entworfen hatte, werden, wenn nicht sein Sohnzu einem Handelshcrkulcs gebildet war, fähig, die Last zu tragen,wenn der fallende Atlas sie nicht mehr stützte, und was mußte ausdiesem Sohne selbst werden, wenn er als ein Fremdling in dem Ge-schäft sich plötzlich in das Labyrinth der Handclsangelegcnheitenverwickelt sah, ohne den Schlüssel des Wissens, der nöthig war,ihn daraus zu befreien? Aus allen diesen Gründen, den eingcstan-dcncn wie den geheimen, beschloß mein Vater, daß ich seinenStand ergreifen sollte; und hatte er einmal einen Entschluß ge-faßt , so war keines Menschen Wille unwandelbarer. Ich aber warauch zu Rathe zu ziehen, und mit etwas von seiner eigenen Hart-näckigkeit hatte ich grade einen entgegengesetzten Plan gefaßt.

Es wird, wie ich hoffe, als ein Milderungsgrund für den Wi-derstand gelten, mit welchem ich bei dieser Gelegenheit den Wün-schen meines Vaters entgegentrat, daß ich nicht deutlich erkannte,worauf sie sich stützten, noch wie tief sein Glück dabei bctheiligt war.Ich hielt mich selbst für die Zukunft einer bedeutenden Erbschaft ge-wiß, und bis dahin einer reichlichen Versorgung, und es siel mir nie