Druckschrift 
2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
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trennt war, vermochte nicht, ihn zu stören. Ich warf mich inseine Arme. Er war ein freundlicher, doch kein herzlicher Vater,und nur einen Augenblick funkelte eine Thräne in seinen dunklenAugen.

Dubourg schreibt mir, daß er mit Dir zufrieden ist, Frank."

Ich bin erfreut"

Abcrich habe weniger Ursache dazu," fügte crhinzu, indemer sich an seinen Schreibtisch setzte.

Ich bin betrübt"

Erfreut und betrübt, Frank, sind Worte, die bei den meistenGelegenheiten wenig oder nichts bedeuten. Hier ist Dein letzterBrief."

Er nahm ihn aus einer Menge anderer, welche in ein Stückrothcs Papier eingewickclt waren. Da lag meine arme Epistel, ge-schrieben über den Gegenstand, welcher zu jener Zeit meinem Her-zen der nächste war, und abgefaßt in Worten, welche, wie ichglaubte, Mitleid, wo nicht Ueberzeugung erwecken würden; dalag sie, sag' ich, eingeklemmt zwischen den Briefen verschiedenar-tiger Geschäfte, in welche meinen Vater seine täglichen Angele-genheiten verwickelt hatten. Ich kann mich nicht enthalten, in-nerlich zu lächeln, wenn ich mich der Mischung verletzter Eitelkeitund verwundeten Gefühles erinnere, als ich meine Vorstellung,die, wie ich Dich versichern kann, mit einiger Unruhe geschriebenwurde, aus der Masse von Avis und Creditbriesen und all dem un-nützen Zeug, wofür ich es damals hielt, einer kaufmännischen Cor-respondenz vorziehen sah. Wahrlich, dachte ich, ein Brief vonsolcher Wichtigkeit (ich wagte selbst nicht im Stillen hinzuzusetzen:und so gut geschrieben) verdiente einen besonder» Platz, so wieeine ernstere Ueberlegung, als diese gewöhnlichen Geschäfte desHandlungshauses.