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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
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lich, hätte er der Beförderung der Wissenschaft die thätigc Kraftund Beobachtungsgabe gewidmet, welche in Handelsangclegenhci-tcn ihre Beschäftigung fanden. Aber in dem Wechsel der Handels-speculationen liegt, selbst unabhängig von der Hoffnung aufGewinn,etwas Fesselndes für einen abenteuerlichen Sinn. Wer sich aufder trügerischen See einschifft, muß die Geschicklichkeit des Pilotenund die Kraft des Seefahrers besitzen, und kann dennoch Schiff-bruch leiden und untergehen, wenn der Wind des Glückes ihm nichtgünstig ist. Diese Mischung nothwendigcr Aufmerksamkeit undunvermeidlicher Gefahr, die häufige und drückende Ungewißheit,ob die Klugheit das Glück besiegen, oder das Glück die Pläne derKlugheit zu Schanden machen wird, bieten volle Beschäftigungfür die Kräfte, so wie für die Gefühle des Geistes, und der Handelgewahrt allen Zauber des Spieles ohne dessen moralische Schuld.

Früh im 18. Jahrhundert, als ich der Himmel steh mir bei,ein Jüngling von einigen zwanzig Jahren war, wurde ich plötzlichvon Bordeaux berufen, um meinem Bater bei dem wichtigen Ge-schäfte Beistand zu leisten. Nie werde ich unsere erste Zusammen-kunft vergessen. Du erinnerst Dich an den kurzen, abgestoßenen,etwas strengen Ton, mit dem er seinen Umgebungen seinen Willenzu verkünden pflegte. Mir ist, als sähe ich ihn noch vor mir ste-hen; die feste, aufrechte Gestalt; der Schritt schnell und be-stimmt; das Auge, das so scharfe, durchdringende Blicke ver-sendete; die Züge, in welche die Sorge schon ihre Runzeln ge-graben hatte; als hörte ich seine Sprache, die nie ein Wort ver-schwendete, und zuweilen einen To» der Härte annahm, die vonder Absicht des Sprechers weit entfernt war.

Als ich von meinem Postpferde stieg, eilte ich nach dem Zim-mer meiner Baters. Er ging darin mit dem Wesen ruhiger undernster Uebcrlegung auf und nieder, und selbst mein Eintritt, ob-gleich ich sein einziger Sohn und seit mehrern Jahren von ihm ge-