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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
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welche es unternehmen, die Helden ihrer eigenen Erzählungen zusein, genoß Sully so des gesuchten, doch trügerischen Vergnügens,sich die Ereignisse seines Lebens durch seine Secretare erzählen zulassen, während er selbst Zuhörer, Held und wahrscheinlicher Ver-fasser des ganzen Buches war. Es müßte ein großer Anblick gewe-sen sein, den Exminister zu sehen, so aufrecht und steif wie einegestärkte Goldrobe und ein goldbetresstes Wamms ihn machenkonnten, im Staatsanzuge auf seinem Canape sitzend und aufdie Schilderungen seiner Compilatoren lauschend, welche, vor ihmstehend, ihm mit allem Ernste sagten:So sprach der Herzog sogriff der Herzog ein; dies waren Sr. Gnaden Ansichten über denwichtigen Punktdas waren seine geheime» Rathschlägc für denKönig über jenen andern wichtigen Gegenstand Gegenstände,welche dem Hörer viel besser bekannt waren, als den Lesern, undwovon die meisten nur seinen eigenen besonderen Mittheilungenentlehnt sein konnten.

Meine Lage ist nicht ganz so ersprießlich, wie die des großenSully, und doch läge etwas Wunderliches darin, wenn FrankOsbaldistone dem Will Tresham eine genaue Beschreibung seinerGeburt, Erziehung und Verbindungen in der Welt geben wollte.Ich will daher mein Bestes thun, Dir nichts vvn dem zu erzählen,was Dir bereits bekannt ist. Einige Dinge aber muß ich DeinemGedächtnisse zurückrufen, weil sie, obgleich Dir früher wohl be-kannt, im Laufe der Zeit vergessen worden sein können, und gleich-wohl die Grundlage meiner Bestimmung bilden.

Du mußt Dich an meinen Vater noch erinnern, denn daDein eigener ein Mitglied des Handelshauses war, kanntest Du ihnvon Kindheit an. Doch Du kanntest ihn schwerlich in seinen bes-seren Tagen, ehe Alter und Kränklichkeit seinen glühenden Unter-nehmungs- und Speculationsgeist gebeugt hatten. Er wäre inder That ein ärmerer Mensch gewesen, aber vielleicht eben so glück-