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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
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ist der, daß ich einen Theil der in diesem Falle unnützen nähern Um-stände ersparen kann, durch die ich einen Fremden von dem Inter-essanteren, das ich zu sagen habe, hätte abhaltcn müssen. Wes-halb sollte ich meine ganze Laune an Dir auslassen, weil ich Dichin meiner Gewalt habe, und Feder, Dinte, Papier und Zeit vormir? Während dessen darf ich aber doch nicht versprechen, dicGe-legcnheit zu mißbrauchen, die mir so verführerisch geboten ward,von mir selbst und meinen eigenen Angelegenheiten zu handeln,wenn ich auch von Dingen spreche, die Dir eben so gut bekannt sindals mir. Die verführerische Liebe zum Erzählen, wenn wir selbstdie Helden der Begebenheiten sind, die wir erzählen, läßt oft dieAufmerksamkeit vergessen, die man der Zeit und der Geduld derZuhörer schuldig ist, und die Weisesten sind diesem Zauber erlegen.Ich brauche Dich nur an den sonderbaren Umstand zu erinnern, derdurch die Form jener seltenen Ausgabe von Sully's Memoiren dar-gethan wird, welche Du mit der Eitelkeit eines Büchersammlers dervorziehst, welche in der nützlichen und gewöhnlichen Gestalt derMemoiren geschrieben ist, die ich aber nur deshalb als merkwürdigbetrachte, weil sie zeigt, wie weit ein so großer Mann wie derVerfasser der Selbstüberhebung zugänglich war. Wenn ich michrecht erinnere, so hatte jener ehrwürdige Pair und große Staats-mann nicht weniger als vier Edelleute seines Hauses dazu bestimmt,die Ereignisse seines Lebens unter dem Titel von Memoiren über dieweisen und königlichen Angelegenheiten des Staats, des häuslichen,politischen und militärischen Lebens Heinrichs IV. u. s. s. nicdcrzu-schreiben. Als diese ernsten Sammler ihre Compilationen gemachthatten, verwandelten sie die Memoiren, welche alle denkwürdigenEreignisse aus dem Leben ihres Gebieters enthielten, in eine Er-zählung, welche sie an ihn selbst in proprio persona richteten.Statt seine eigene Geschichte in der dritten Person zu erzählen,wie Julius Cäsar, oder in der ersten, wie die Meisten von denen,

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