150
seinem Messer in die Seltenwände und die Decke seiner Festungschnitt, welche von Sandstein waren. Da die Höhle trocken undmit frischem reinem Stroh und getrocknetem Farnkraut ausgelegtwar, wälzte er sich, wie er sagte, mit einem Gefühle des Wohlbe-hagens darin umher, welches auffallend gegen seine Lage abstach;und ausgenommen beim Nordwinde sei es ein ganz leidliches Nestfür einen alten Soldaten. Er sei auch nicht ohne Aufienposten zumRecognosciren. Davie und dessen Mutter wären beständig ausder Wache, Gefahr zu entdecken und abzuwcnden, und cs sei son-derbar, was für sinnreiche Einfälle dem armen Narren der Jnstinctder Anhänglichkeit da einflöße, wo er für die Sicherheit seines Ge-bieters fürchte.
Edward suchte jetzt eine Unterredung-mit Janct. Er hatte sieauf den ersten Blick als das alte Weib wieder erkannt, das ihnwährend seiner Krankheit pflegte, als er von Gifted Gilsillan be-freit worden war. Auch die Hütte war ganz gewiß der Ort seinerHaft, wenn sie auch seitdem etwas ausgebcfscrt und stattlicher ein-gerichtet war; er erinnerte sich auch jetzt auf der Gcmeinweide vonTully-Beolan eines alten Baumstrunkcs, welcher, der ti-Miiig-troe genannt wurde, und ohne allen Zweifel derselbe war, bei wel-chem sich die Hochländer in jener denkwürdigen Nacht trafen. DasAlles hatte er sich in der vergangenen Nacht zusammengesetzt, aberGründe, welche der Leser wahrscheinlich errathen wird, hielten ihnab, die alte Janet in der Gegenwart des Barons zu befragen.
Jetzt begann er dagegen die Ausforschung in vollem Ernste, undseine erste Frage lautete: „Wer war das junge Mädchen, das michwährend meiner Krankheit besuchte?" Janct zögerte, und sagtedann, „das Geheimniß jetzt noch zu bewahren, würde Niemandschaden oder nützen."
„'S war 'ne Lady," sagte sic, „die Ihresgleichen in d'r Weltnicht hat. — Miß Rosa Bradwardine."